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Samtgemeinde Lindhorst Kein „Eigengewächs der Verwaltung“
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Kein „Eigengewächs der Verwaltung“
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00:20 17.02.2019
Metin Duygu (rechts) gratuliert Matthias Hinse zu seiner Nominierung. Quelle: ssr
Samtgemeinde Lindhorst

Die Kreispartei ist für die Nominierung zuständig, weil es keinen Ortsverein der Linken in Lindhorst gibt. Der als fraktionsloses Mitglied im Samtgemeinderat sitzende Hinse, der den Linken angehört, hatte das Interesse an einer Kandidatur im Januar bekundet.

Hinse berichtete in seiner Vorstellungsrede, er habe sich zur Kandidatur entschlossen, nachdem er die Bewerbung der beiden anderen Kandidatinnen zur Kenntnis genommen habe. „Mit Stefanie Sonnekalb-Unruh als Bürgermeisterin kann ich nun wirklich nicht leben“, merkte er zur gemeinsamen Kandidatin von CDU und Grünen kritisch an. Mit Blick auf die SPD-Beweberin Svenja Edler ätzte er: „Da ist die SPD kreisweit über Land gezogen, um irgendwo jemanden aus der Verwaltung zu finden, das ist nicht wirklich gut.“

Andere Perspektive

Der als Betriebsrat bei VW tätige Hinse begründete seine Kandidatur weiter damit, dass es für die Lindhorster Verwaltung dienlich wäre „wenn jemand wie ich von außen, mit Erfahrungen aus der Wirtschaft in die Verwaltung kommt und eine andere Perspektive einbringt“. Es sei nicht gut, „wenn es an der Spitze der Verwaltung immer nur Eigengewächse gibt“. Es wäre „charmant, wenn da einer sitzt, der bei jeder Entscheidung vor allem im Kopf hat, was diese für den Bürger bedeutet“.

Hinse verwies zudem darauf, dass er in Lindhorst verwurzelt und in etlichen sozialen Initiativen engagiert ist und lange Ratserfahrung hat. „Das ist ein Riesenvorteil. Ich bin zuversichtlich, dass die Bürger bei mir sagen: Das ist einer von uns.“

Zu den Linken sei er gekommen, weil er zur Überzeugung gelangt sei, dass man bei den Grünen und in der SPD im Unterschied zu früheren Zeiten keine linke Politik mehr machen könne. Hinse hatte bei der letzten Samtgemeindebürgermeisterwahl für die Grünen kandidiert und dabei knapp 20 Prozent errungen.

Linken-Kreisvorsitzender Metin Duygu betonte, Hinse treffe mit seinen Vorstellungen den Nerv der Bürger. „Er weiß, wo den Leuten in Lindhorst der Schuh drückt, wie das jemand, der von außen kommt,überhaupt gar nicht kann.“ ssr