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Samtgemeinde Lindhorst Lindhorster Jugendbeirat nimmt die Arbeit auf
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Lindhorster Jugendbeirat nimmt die Arbeit auf
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20:54 03.09.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Samtgemeinde Lindhorst

Ein festes Budget wird der Jugendbeirat nicht bekommen. Der Samtgemeinderat lehnte einen entsprechenden Antrag von Matthias Hinse (Die Linke) ab. Ebenso wie beim Senioren- und Behindertenbeirat soll projektbezogen über finanzielle Mittel entschieden werden.

„So wenig Bürokratie wie möglich“

„Ich möchte mich herzlich bedanken, dass Sie der Jugend eine Chance geben, sich einzubringen“, sagte Werner, als er sich den Mitgliedern des Rates vorstellte. Werner skizzierte kurz, dass die Jugendlichen vorhaben, sich vorwiegend über Newsletter und Social Media miteinander zu verständigen. Zwar gebe es für den Jugendbeirat eine Geschäftsordnung, der Umgang, den die Beiratsmitglieder miteinander pflegen wollen, solle aber mit „so wenig Bürokratie wie möglich“ einhergehen.

Einmal pro Quartal will sich der Jugendbeirat im Rathaus treffen und die Kommunalpolitiker dazu einladen. Auch Jugendliche aus der Samtgemeinde dürfen an diesen öffentlichen Sitzungen teilnehmen, sagt Werner. Im Samtgemeinderat kündigte er an, dass er sich zusammen mit seinen Mitstreitern demnächst auch bei den Bürgermeistern und Gemeinderäten der Mitgliedskommunen vorstellen werde.

Mehrheit gegen 500-Euro-Budget

500 Euro Budget hatte Hinse als Anschub für die Arbeit des Beirats beantragt und sagte, dies wäre ein Zeichen, dafür, dass der Politik die Sache ernst sei. Einige Ratsmitglieder hätten sich dies vorstellen können, die Mehrheit war jedoch dagegen, weil in der Satzung des Beirates enthalten sei, dass ohnehin Mittel zur Verfügung gestellt werden. „Du solltest die Satzung kennen“, sagte Grünen-Sprecher Ulf Dönau zu Hinse und auch CDU-Fraktionsvorsitzender Sven Unruh verwies auf diese Satzung. So komme es einer Deckelung gleich, 500 Euro Budget zuzustimmen, meinte SPD-Sprecher Horst Schimmelpfennig. „Ich würde das Budget von 500 Euro nicht schlecht finden“, meinte Cerstin Bayer (parteilos).

Zu den Öffnungszeiten der Verwaltung seien die Jugendlichen oft noch schulisch beschäftigt und so hätten sie Spielraum. Holger Mensching (CDU) warf ein, man könne es ein Jahr zur Probe so handhaben. „500 Euro kann Andreas Günther auch so genehmigen“, sagte Jörg Windheim (CDU) und hielt das deshalb für „überflüssig“. Der Samtgemeindebürgermeister schloss sich der Meinung an. „Es sind Mittel im Haushalt vorhanden“, sagte Günter. Der Rat entschied, mehrheitlich auf ein Budget zu verzichten.

Von Babette Jakobs

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