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Samtgemeinde Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst lässt sich EDV etwas kosten
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14:03 20.10.2019
Quelle: Archiv
Samtgemeinde Lindhorst

Der Samtgemeinderat hat die Entscheidung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung getroffen. Im Rathaus werden die Anforderungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt, immer größer. Seit geraumer Zeit befasst sich die Verwaltung deshalb schon mit der Frage, ob sie mit ihrer eigenen EDV-Anlage die „ihr obliegenden Aufgaben sach- und fachgerecht erledigen kann“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Bei der jüngsten Ratssitzung wurde deutlich, was dies bedeuten würde. Zum einen müsste in die Hardware wie Server und Ähnliches investiert werden, zum anderen wäre bei der anstehenden Entwicklung wohl auch ein Experte nötig, der sich um die Datensicherheit und die Aktualisierung der Software kümmern müsste.

Cloud-Arbeitsplätze „alternativlos“

Wie Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther sagte, sei dies zwischen Verwaltung und Politikern „ausführlich diskutiert“ worden. Das Ergebnis sei, dass die Einrichtung sogenannter Cloud-Arbeitsplätze „alternativlos ist“. Bei Cloud-Arbeitsplätzen ist die gesamte Datenverarbeitung ausgelagert, in diesem Fall an die KDO. Die dortigen Experten kümmern sich dann für den jährlichen sechsstelligen Betrag um alles. In dem Preis inbegriffen ist ebenfalls die Dienstleistung für die Mitgliedsgemeinden. Nicht einbezogen werden Grundschule und Samtgemeindebücherei.

„Das hört sich gut an“, gab Stefanie Sonnekalb-Unruh (Grüne) zu, „aber mich schrecken die jährlichen Kosten ab.“ Für weniger Geld könnte nach Meinung der Grünen ein Spezialist im Rathaus angestellt werden. Günther wies sie darauf hin, dass es der Verwaltung auch um die Hardware, also die anzuschaffenden Geräte gehe.

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Für Uwe Müller (CDU) ist die Lösung, die KDO als Dienstleister zu engagieren allerdings plausibel. „Wir wissen alle, wie einfach das ist, eine Kommune lahmzulegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Person das schaffen kann“, sagte Müller zum Vorschlag, jemanden dafür einzustellen. Das denkt auch Cerstin Bayer (parteilos), die die Auslagerung der EDV außerdem für sinnvoll hält, weil dadurch auch die Möglichkeit von Home-Office eröffnet werde.

„Das ist wirklich viel Geld“, gab SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Schimmelpfennig Sonnekalb-Unruh Recht. Aber ihn habe die Präsentation der KDO überzeugt. Die Politiker hatten sich im Samtgemeindeausschuss bereits von dem IT-Dienstleiter das Angebot erläutern lassen. „Außerdem hängen da ja auch die Gemeinden dran“, sagte Dieter Wall (SPD). Der Beckedorfer Bürgermeister legt „großen Wert darauf, dass auf allen Ebenen eine funktionierende Verwaltung gewährleistet werden kann“. von Babette Jakobs