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Samtgemeinde Lindhorst Tonne hat Büro schon geräumt
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Tonne hat Büro schon geräumt
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00:17 19.10.2017
Grant Hendrik Tonne mit seiner Frau beim Wählen am vergangenen Wahlsonntag. Quelle: pr.
SCHAUMBURG/NIENBURG

Der 41-jährige Familienvater aus Leese hat bei den niedersächsischen Wahlen am Sonntag den Einzug in den neuen Landtag knapp verpasst. Ein „komisches Gefühl“ beschleicht den 41-jährigen Leeser in der für ihn „unwirklichen Situation“, wie er zugibt. Seit rund zehn Jahren vertritt der Sozialdemokrat den Wahlkreis Nienburg/Schaumburg im Landtag. Doch „bei allem persönlichen Dilemma“ und seiner Enttäuschung sei das niedersächsische Ergebnis „das Beste, was meiner Partei passieren konnte“, sagt er und gratuliert seinen Genossen Karsten Becker und Dirk Adomat aus den anderen beiden Schaumburger Wahlkreisen zu ihrem Erfolg.

Über seine eigene berufliche – auch politische – Zukunft will der zugelassene Rechtsanwalt jetzt zunächst „in Ruhe“ mit Familie und Freunden nachdenken. Zumal er sich auch von dem anstrengenden Wahlkampf erholen könne, bei dem er viel Unterstützung in den Ortsvereinen erfahren habe.

Keinen Job auf gedeih und Verderb

Ob es trotz des Mandatsverlustes weiterhin hauptberuflich in der Politik für den Sozialdemokraten weitergeht, beispielsweise in der Landtagsverwaltung, weiß Tonne bisher noch nicht, schließt dies aber nicht aus. Einen „Job auf Gedeih und Verderb möchte ich aber nicht machen“, schränkt er ein. Spekulationen zufolge könnte allerdings auch ein Staatssekretärsposten für den 41-Jährigen drin sein.

Über Mangel an politischen Aufgaben kann sich Tonne jedenfalls nicht beschweren. Er ist ehrenamtlich in diversen Positionen tätig, als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Leese ebenso wie als Kreistagsmitglied in Nienburg und dort stellvertretender Landrat. Darüber hinaus ist er auch noch Mitglied im Rat der Samtgemeinde Mittelweser. Bis er seinen weiteren Weg neu strukturiert und justiert habe, werde noch etwas Zeit vergehen, glaubt Tonne. Das Fazit seiner Landtagsarbeit ist jedenfalls durchweg positiv. „Es hat sehr viel Spaß gemacht.“ bab