Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Nenndorf Advent, Advent, ein LED-Licht brennt
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Advent, Advent, ein LED-Licht brennt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:37 18.10.2012
So könnten Bad Nenndorfs Zentrums-Bäume ab 2013 im Advent aussehen.
So könnten Bad Nenndorfs Zentrums-Bäume ab 2013 im Advent aussehen. Quelle: pr.
Anzeige

Bad Nenndorf (gus). Architekt Norbert Schittek stellte dem Ausschuss ein Konzept vor, wonach LED-Lichterketten zu installieren sind. Dafür spreche, dass herkömmliche Glühlampen, wie sie jetzt noch in der Bad Nenndorfer Weihnachtsbeleuchtung brennen, ab 2016 nicht mehr zulässig sind. Zudem würde der Stromverbrauch in etwa auf ein Zehntel des jetzigen Werts sinken. Allerdings goss Schittek sogleich Wasser in den Wein: In der Anschaffung seien solche Lichterketten deutlich teurer.

Der Architekt riet dazu, die LEDs in den Straßenbäumen des Zentrumsbereichs zu platzieren. Schittek nannte diese Bäume als wichtigste Elemente der Freiraumgestaltung. In der Fußgängerzone bis zum Platz vor dem Kurhaus, an der Kurhausstraße und an der Straße Am Thermalbad inklusive Kreuzung Bahnhofstraße sollen die Lichterketten in den Bäumen montiert werden. Auch am Bahnhof sei dies ratsam.

Schade fand Schittek, dass am Parkplatz vorm Thermalbad Bäume fehlten, sodass eine Lücke in der Beleuchtung entstünde. Margarete Strempel sagte, dass dort geplant ist, sechs weitere zu pflanzen. Anhand von Fotomontagen vermittelte Schittek den Politikern einen Eindruck davon, wie die Bad Nenndorfer Straßen in künftigen Adventszeiten aussehen könnten. Heinrich Bock (CDU) wies darauf hin, dass keine Kostenschätzungen vorliegen. Auch die Ausmaße des von Schittek dargestellten Beleuchtungsnetzes waren Bock zu groß geraten. Bürgermeisterin Gudrun Olk (SPD) wand ein, dass es zunächst um ein Konzept geht und auch eine schrittweise Installation denkbar ist. Schittek sagte, „Prioritätsstufe A“ habe die Fußgängerzone mit dem Platz vorm Kurhaus.

Randolf Germer, Bühnenbauer und LED-Experte, befürwortete Schitteks Konzept. Er gab aber zu Bedenken, dass Folgekosten entstehen, weil die LEDs in kurzer Zeit vom Sonnenlicht beschädigt werden. Große Städte seien dazu übergegangen, die Lichterketten im Frühjahr ab- und im Herbst wieder anzumontieren. Olk hielt dem entgegen, dass auch jetzt hohe Kosten für die Montage der Beleuchtung bestehen.

Schittek wünschte sich, dass Germer ihm bei den weiteren Planungsschritten sozusagen als Technik-Experte zur Seite steht. Dies befürwortete auch Bernd Zimmermann (WGN). Im bevorstehenden Advent bleibt ohnehin noch alles beim Alten: Starten soll die Umrüstung frühestens in 2013.