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Bad Nenndorf Ärger über Wohnmobil-Stellplatz
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Ärger über Wohnmobil-Stellplatz
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00:19 27.07.2018
Negativ aufgefallen ist einem Bad Nenndorfer die Pfütze um die Wasserstation. Quelle: lht
Bad Nenndorf

Der Bad Nenndorfer ist in anderen Städten selbst oft mit einem Wohnmobil unterwegs und bescheinigt der Kurstadt eine „schlechte Visitenkarte“ aufgrund des Pflegezustands auf dem Stellplatz am Rande des Hallenbad-Parkplatzes.

Stein des Anstoßes war die Ver- und Entsorgestation für Wasser und Abwasser. „Es sieht schon fast aus wie eine Kloake“, schimpfte Kraut in einem Schreiben an die Stadt. Wie er im Gespräch mit der Redaktion erklärte, habe außerdem ein Schlauch seine besten Zeiten schon hinter sich.

In schlechtem Zustand ist der Schlauch der Wasseranlage.

Schmidt: Platz wird regelmäßig überprüft

Stadtdirektor Mike Schmidt erklärte auf Anfrage, dass der Platz regelmäßig auf Sauberkeit und Funktion überprüft wird. Es werde nicht täglich kontrolliert, deshalb könne es schon sein, dass der Zustand zwischendurch mal nicht optimal ist, wenn sich dort jemand wie eine „Wildsau“ verhält.

Insgesamt kämen aber durchaus selten Beschwerden über den Bereich in der Verwaltung an, erklärte Schmidt. „Man darf auch nicht vergessen, dass wir den Platz kostenfrei zur Verfügung stellen“, erinnerte er. Der Hinweis betreffs des Schlauchs werde an die zuständigen Kollegen weitergegeben, versprach der Stadtdirektor.

Die Besucher fühlen sich wohl

Eine Stippvisite beim Stellplatz hat ergeben, dass sich zumindest die aktuellen Besucher dort wohlfühlen. Jürgen Kaether aus Hannover war bei seinem Aufenthalt nicht auf die Anlage für Frisch- und Schmutzwasser angewiesen. Wahrgenommen hat er die Schäden am Schlauch und die Pfütze rund um den Ausgabehahn aber schon. „Das könnte schon mal überholt und saniert werden“, sagt Kaether, der aber betont, dass diese Anlagen bei so gut wie jedem Campingplatz ein Knackpunkt seien. Insofern hätten ihn die Schäden nicht daran gehindert, seinen Aufenthalt in Bad Nenndorf zu genießen.

Auch Frank und Kerstin Gockel, die aus Leichlingen bei Leverkusen in die Kurstadt gekommen sind, sind mit ihrem Aufenthalt in Bad Nenndorf zufrieden. „Die Anlage stinkt nicht, und es kommt normales Frischwasser raus“, erklärt Frank Gockel, der stattdessen die Vorteile des Parkplatzes hervorhebt. Schließlich sei dieser kostenlos nutzbar. Eine Gebühr von einem Euro falle nur an, wenn man Wasser oder Strom tanke. „Wir haben keinen Grund, uns zu beschweren“, sagen sie. göt/lht