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Bad Nenndorf Bewegungspark in Bad Nenndorf: Abblasen oder abspecken?
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Bewegungspark in Bad Nenndorf: Abblasen oder abspecken?
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17:52 19.07.2019
Die Bauarbeiten am Skatepark sind im vollen Gange. Ende Juli muss alles fertig werden. Quelle: isa
Bad Nenndorf

In rund anderthalb Wochen muss der neue Skatepark zwischen Hallenbad und Feuerwehr in Bad Nenndorf fertig sein, um die bewilligten Fördersummen einstreichen zu können. Den künftigen Nutzern stellt sich nun die Frage, wie es mit dem Bewegungspark weitergeht. Eigentlich sind noch weitere Elemente geplant – die Fördermittel dafür sprudeln aber nicht so wie erhofft.

Dies war für die Politik ursprünglich aber eine Bedingung, um die Pläne, die rund 1,5 Millionen Euro kosten würden, in dem Ausmaß umzusetzen. Wird der Bewegungspark jetzt begraben? Wir haben die Fraktionen gefragt.

CDU nach wie vor an Bewegungspark interessiert

Der Vorschlag, die Skateanlage überhaupt zu einem größeren Park auszuweiten, sei damals von der CDU gekommen. Deshalb sei die Fraktion nach wie vor interessiert daran, das auch umzusetzen, sagte Cornelia Jäger. Allerdings sollte dies in Teilschritten geschehen, schlug sie vor. Die Zeitschiene sei dabei nicht absehbar. „Es gibt Vieles, das mindestens genauso wichtig ist“, sagte Jäger. Als Beispiel nannte sie die Wege im Kurpark. Dabei müsse Bad Nenndorf die Finanzen im Blick behalten. Eines ist der CDU-Ratsfrau besonders wichtig: „Die Anlage muss für alle Generationen nutzbar sein, wenn man schon so viel Geld ausgibt.“

Die SPD-Fraktion hat noch nicht abschließend über diese Thematik beraten, teilte Vorsitzender Volker Busse mit. Diskutiert werde, ob und wenn ja, in welcher Größe der Park ohne Fördergelder umgesetzt werden sollte. Busses persönliche Ansicht ist, dass das Projekt nicht ganz aufgegeben werden sollte. Er könne sich eine kleinere Lösung als ursprünglich geplant vorstellen.

"Bad Nenndorf kann sich nicht alles leisten"

„Unsere Entscheidung ist abhängig von der finanziellen Entwicklung“, erklärte Bernd Reese (Grüne). Die Kommune habe viele Bauvorhaben vor der Brust. Sorge bereiten Reese die enormen Kostensteigerungen im Bausektor. Beerdigen wolle die Fraktion die Pläne nicht, es müsse aber realistisch durchgesprochen werden.
Bad Nenndorf kann sich nicht alles leisten und erst recht nicht gleichzeitig“, sagte Reese. Möglicherweise müssten die Pläne abgespeckt werden, „was wiederum schade wäre“. Denkbar sei es außerdem, die Gestaltung in mehrere Abschnitte aufzuteilen.

Für die WGN ist es Heike Beiersdorfer zufolge denkbar, die Bereiche nach und nach zu erweitern. Noch werde abgewartet, welche Fördermittel noch zur Verfügung stehen könnten. „Sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein, werden wir uns zu gegebener Zeit mit dem Thema neu beschäftigen“, sagte sie. Da die Kommune einen Doppelhaushalt aufgestellt hat, sei eine schnelle Lösung sicherlich nicht machbar. „Sollte die Stadt keine Fördermittel erhalten, muss man sicherlich über die große Lösung nachdenken und aus Kostengründen die eine oder andere Position streichen beziehungsweise reduzieren“, so Beiersdorfer.

von Andrea Göttling

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