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Bad Nenndorf Drei Steine: Darum lässt die neue Ampel weiter auf sich warten
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Drei Steine: Darum lässt die neue Ampel weiter auf sich warten
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17:47 09.07.2019
Seit dem tödlichen Unfall Anfang April regelt eine provisorische Ampel den Verkehr an der Drei-Steine-Kreuzung in Bad Nenndorf. Das gefällt nicht allen Verkehrsteilnehmern. Quelle: Lennart Hecht
Bad Nenndorf

Mehr als drei Monate sind vergangenen seit dem schweren Unfall auf der B 65-Kreuzung Drei Steine, in dessen Folge ein 56-Jähriger starb und die umgefahrene Ampel an der Abbiegung nach Rodenberg provisorisch ersetzt wurde. Die Übergangslösung steht bis heute – und noch ist nicht absehbar, wann es wieder eine fest installierte Ampel gibt.

Ampel-Hersteller Siemens hat Lieferschwierigkeiten

„Wir hätten das auch gerne erledigt, damit es an der Kreuzung wieder ordentlich läuft“, sagt Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Hameln. Doch ganz so einfach sei es nicht: Immerhin müsse die Ampel vollständig ersetzt werden.

Mehr zum tödlichen Unfall:
Mann verliert Kontrolle und rast gegen Ampel auf Nenndorfer Kreuzung

Dabei sind Brockmann und seine Kollegen auf den Hersteller Siemens angewiesen – und der hat Lieferschwierigkeiten. „Wir haben die neue Ampel am Tag des Unfalls bestellt“, erklärt Benjamin Heine von der Straßenmeisterei Stadthagen. „Eigentlich sollte sie schon da sein.“ Dass bei Ampeln länger auf Ersatz gewartet wird, ist „leider normal“, sagt er. „Die Straßenmeisterei steht der Firma auf den Füßen und drängelt“, beteuert Brockmann.

Darum ist die Übergangslösung so problematisch

Dass auch die Behörden lieber gestern als heute eine neue Ampel auf der Kreuzung in Betrieb nehmen würden, liegt an der unbefriedigenden Situation, die die provisorische Anlage mit sich bringt.

Fußgänger und Radfahrer kommen nur mühsam am Sockel der Ampel vorbei, der fast den gesamten Weg einnimmt. Eine Leserin dieser Zeitung klagt zudem, dass die provisorische Lichtanlage von Schildern verdeckt und schwer zu sehen ist. Brockmann entgegnet: „Es ist nicht grob unsicher an der Stelle, sonst dürften wir das gar nicht machen.“ Dennoch sei die Ampel ein Kompromiss.

Nach neuem Unfall: Weitere Ampel muss ausgetauscht werden

Trotz der bisherigen Wartezeit ist man bei der Straßenmeisterei in Stadthagen guter Dinge, dass die neue Anlage bald installiert werden kann. Dabei wird auch eine zweite Ampel ausgetauscht, die vor einer Woche bei einem Unfall gerammt wurde und jetzt nicht mehr standfest ist.

Am liebsten würde die Straßenmeisterei die neuen Lichtanlagen im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Kobbensen und Drei Steine montieren, bei der die B 65 ohnehin in Teilen gesperrt werden muss. Wann genau es soweit sein wird, will Benjamin Heine allerdings nicht sagen: „Das wäre reine Spekulation.“ von Lennart Hecht