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Bad Nenndorf Fachkraft in der Warteschleife
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Fachkraft in der Warteschleife
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17:09 28.05.2017
Quelle: pr.
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BAD NENNDORF

Bauamtsleiterin Annette Stang berichtete dem Umweltausschuss, dass der Verwaltungsausschuss die Stelle bei der Samtgemeinde verortet sieht. Es sei noch zu klären, ob die betreffende Fachkraft überwiegend für die Stadt oder für die Samtgemeinde arbeiten würde. Außerdem bewirbt sich die Verwaltung um Fördergeld zur Finanzierung der Stelle. Auch dies müsste dann über die Samtgemeinde abgewickelt werden.

Einstellung nicht vor April 2018

Torben Preuß (SPD) monierte, dass das Fehlen des Sachbearbeiters zur schleppenden Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen beiträgt. „Wie gehen wir damit um?“, fragte der SPD-Politiker. Ausschussvorsitzender Bernd Zimmermann (WGN) erwiderte, dass es nun ja bei der Samtgemeinde hakt. Und wegen der jetzigen Verzögerung sei mit einer Einstellung der Zusatzkraft nicht vor April 2018 zu rechnen.

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Zimmermann hatte die Einstellung eines Sachbearbeiters, der sich vornehmlich um den ökologischen Ausgleich kommunaler Baumaßnahmen kümmert, initiiert. Dies sollte das Bauamt entlasten. Wegen verzögerter Kompensationsmaßnahmen gibt es seit Jahren Ärger in der Samtgemeinde.

Die von Stang angesprochene Förderung bezieht sich nur auf die ersten zwei Jahre und würde in dieser Zeit voraussichtlich ein Viertel der Personalkosten decken. Allerdings muss dazu der Förderantrag überhaupt erst Erfolg haben. „So hundertprozentig sicher ist das nicht“, sagte Stang. Das Geld will die Stadt über das Leaderprogramm anfordern.

Übersicht über Ausgleichsmaßnahmen

Preuß warf ein, dass die Stadt jetzt rigoros alle Bauvorhaben ablehnen könnte, weil keine zeitnahe ökologische Kompensation gewährleistet ist. „Das wäre eine Maßnahme“, sagte der Sozialdemokrat. Stang erwiderte, dass die bisher nicht erfolgten Ausgleichsmaßnahmen nicht vergessen sind, es gebe sehr wohl eine Übersicht, wo noch etwas fehlt – auch wenn ein Kataster zum Öko-Ausgleich erst von dem Sachbearbeiter angelegt werden soll.

Ein Beispiel für noch nicht vorgenommene Kompensationspflanzungen ist der Parkplatz des Unternehmens Möbel Heinrich. 81 Bäume müssten auf dem Areal eigentlich noch gepflanzt werden. Das Thema kam jetzt erneut zur Sprache.

Die Stadt habe einen Vertrag mit Möbel Heinrich geschlossen, wonach das Unternehmen die Kompensationsmaßnahme neu berechnet. Jetzt sollen außerhalb des Parkplatzes Bäume angepflanzt werden. „Es wird alles neu berechnet und extern kompensiert“, sagte Bauamtsleiterin Stang. Denkbar sei, dies mit einer anderen Ausgleichsmaßnahme zu kombinieren.

Der ökologische Wert einer externen Pflanzung ist größer. Außerdem wären keine Einschränkungen wegen der Pflanzarbeiten zu befürchten. gus