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Bad Nenndorf Fußweg in Bad Nenndorf: Kot und Müll wird über Zaun geworfen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Fußweg in Bad Nenndorf: Kot und Müll wird über Zaun geworfen
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18:08 07.06.2019
Allerlei Unrat hängt in der Hecke – darunter auch vertrauliche Dokumente. Quelle: göt
Bad Nenndorf

Buchstäblich: Wer dort regelmäßig entlang geht, stellt immer wieder fest, dass Unrat in die Hecke oder sogar über den Zaun auf das Sportgelände geschmissen wird.

Das Thema Hundekot auf öffentlichen Flächen ist kein neues Ärgernis. Dennoch ist die Vehemenz, mit der gerade dieser Weg immer wieder aufs Neue verschmutzt wird, erstaunlich. Auch bei der Verwaltung ist das Problem bekannt.

Kein neues Thema - aber häufiger

Laut Bauamtsleiterin Annette Stang nimmt das Problem, dass Kot zwar aufgesammelt, der Beutel dann aber ins Grüne geworfen wird, aktuell sogar noch an Fahrt auf. Dennoch: „Es wird nichts bringen, an jeder Ecke Mülleimer aufzustellen“, ist sie überzeugt.

Unklar ist, warum sich die Hundehalter überhaupt erst die Mühe machen, die Häufchen ihrer vierpfotigen Lieblinge aufzusammeln, wenn sie die Hundekotbeutel danach über den Zaun aufs Sportgelände oder in die Hecke werfen. Schließlich ist sowohl das Liegenlassen der Hinterlassenschaften als auch die Müllentsorgung auf einer Grünfläche strafbar und mit Bußgeld belegt. Abgesehen von besagten Kotbeuteln säumt auch allerhand anderer Müll den Weg.

Ein grundsätzliches Problem?

Stang vermutet ein grundsätzliches Problem. Für denjenigen, der seinen Unrat nicht bis zum nächsten Mülleimer mit sich führen will, werde es wohl auch keinen Unterschied machen, ob er 100 oder 200 Meter bis zum nächsten Behälter gehen müsste. „Überall Entsorgungsstationen aufzustellen, können wir auch nicht leisten“, sagte Stang.

Doch irgendjemand muss die Beutel dann aber wieder aufheben und entsorgen – beispielsweise bevor auf dem Sportplatz der Rasen gemäht wird oder bevor die Hecke am Wegrand geschnitten wird. Diese undankbare Aufgabe fällt den Mitarbeitern des Baubetriebshofes zu.

Zahl der Mülleimer reduziert

In den letzten Jahren ist die Anzahl von Mülleimern grundsätzlich reduziert worden, um hier Kosten einzusparen. Schließlich ist die regelmäßige Leerung mit einer hohen Zahl Arbeitsstunden des Baubetriebshofes verbunden. Allerdings fahren die Mitarbeiter auch Stellen über die turnusgemäße Pflege hinaus an, wen eine Verschmutzung gemeldet wird. Mehrarbeit, in welchem Ausmaß auch immer, fällt also in beiden Fällen an.

Ob die Anzahl möglicherweise doch wieder erhöht wird, wäre eine Entscheidung, die der Rat zu treffen hat. göt