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Bad Nenndorf Kita-Plätze werden teurer
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Kita-Plätze werden teurer
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16:05 12.05.2017
Symbolbild Quelle: Archiv
Samtgemeinde Nenndorf

Die Gebühr für Vormittags-Krippenplätze bleibt bei 190 Euro. Krippenbetreuung von 8 bis 15 Uhr wird um 45 Euro teurer und kostet fortan 290 Euro. Die Gebühr für einen Kindergartenplatz in dieser Zeit steigt um 40 auf 210 Euro. Ganztagsplätze kosten künftig 350 Euro in der Krippe (plus 60 Euro) und im Kindergarten 250 Euro (plus 40). Für einen Hortplatz zahlen Eltern nun 195 Euro (plus 30).

Mit diesen Anhebungen strebt die Samtgemeinde eine Kostendeckung von 20 Prozent durch die Elternbeiträge an – die Kommune trägt 60 Prozent. Der Schritt soll dazu beitragen, die Finanzen in den Griff zu bekommen. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt wies auf den Schuldenberg von mehr als 18 Millionen Euro hin. Die Samtgemeinde müsste somit von allen Bürgern 1000 Euro kassieren, um diesen Fehlbetrag zu tilgen. Die gewählten Gebührensätze sorgen Schmidt zufolge dafür, dass das Geld dort bezahlt wird, wo auch die Kosten anfallen. Von Ungerechtigkeit wollte er nichts wissen – die Vormittagsplätze seien in der Vergangenheit bereits mehrfach teurer geworden.

Unterbrechung der Sitzung abgelehnt

Die Grünen wollten die Sitzung unterbrechen lassen, damit Eltern zu diesem Thema Stellung beziehen konnten. Dies lehnte der Rat mit Verweis auf vorherige Gremiensitzungen und die Geschäftsordnung ab. Elternvertreter hatten im Vorfeld um mehr Milde gebeten, beispielsweise indem die Gebühren schrittweise angehoben werden. Aus Sicht der Grünen sollte zudem die Vormittagsbetreuung zugunsten der längeren Betreuungszeiten stärker belastet werden.

Fabian Heine (CDU) verwies auf andere Kommunen, wo das Kita-Angebot teurer oder weniger umfangreich sei. Die Kinderbetreuung mache ein Drittel des Haushaltsvolumens der Samtgemeinde aus. Sigmar Sandmann (SPD) monierte das Fehlen von Kitaplätzen in den Nordgemeinden hin. Er unterstütze den Vorschlag der Elternvertreter, in einigen Jahren die Gebührensätze zu überprüfen. Dem schloss sich Uwe Engelking (WGN) an. gus