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Bad Nenndorf Kita zieht ab Januar ins Containerdorf um
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Kita zieht ab Januar ins Containerdorf um
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16:54 28.11.2018
Mitarbeiter des Modulbauers Algeco bauen die ersten Container auf dem Wohnmobilstellplatz auf. Bis heute sollen es 54 sein, die insgesamt 850 Quadratmeter Platz bieten. Zum Vergleich: Die Kita ist knapp 1000 Quadratmeter groß. Quelle: lht
Bad Nenndorf

Seit Dienstagmorgen werden auf dem Wohnmobilstellplatz vor dem Hallenbad Container aufgebaut, die ab Januar für mehrere Monate das Zuhause der Einrichtung darstellen sollen, die zur Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland gehört. Heute sollen die letzten von insgesamt 54 Containern folgen.

Kinder haben viele Fragen zum Umzug

„Wir gehen der Zukunft mit der Containerlösung positiv entgegen“, erklärt Einrichtungsleiterin Sabine Vogt. Die vergangenen Monate seien weder für ihre Mitarbeiter noch für die Eltern der betreuten Kinder einfach gewesen und waren von vielen Sorgen und Zweifeln geprägt. Inzwischen ist Vogt aber sicher, alle Akteure auf ihrer Seite zu haben. Das sei nicht zuletzt der Unterstützung von Landkreis, Bauamt und explizit Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt zu verdanken.

„Die herausragendste Leistung vollbringen aber unsere Kinder“, sagt Vogt. Schließlich seien zuletzt immer wieder einige der 17 Jungen und Mädchen mit und der 55 Kinder ohne Beeinträchtigungen, die im Entdeckerhaus betreut werden, auf sie zugekommen. Gibt es in der „neuen“ Kita Türen und Fenster? Was wird aus dem Spielzeug? Vogt konnte viele Bedenken aus der Welt schaffen.

Kurz nachdem die ersten Container am Dienstag standen, machte sie zum Beweis ein Foto für die Kinder: Natürlich gibt es im Containerdorf Fenster. Und selbstverständlich ziehen auch die Spielsachen mit um ins neue Zuhause – so wie übrigens 85 Prozent des gesamten Interieurs.

Das ist der Hintergrund für die Containerlösung

Im Dezember wird das Containerdorf an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen. Anschließend ziehen zwischen dem 2. und 4. Januar Möbel und weitere Einrichtung um. Am 7. Januar folgt dann der offizielle Umzug der Kita-Gruppen.
Die Räume im gescheckten Gebäudekomplex werden ab diesem Zeitpunkt saniert.

Im November 2017 war dort ein Wasserschaden im Krippenbereich entdeckt worden. Die tatsächliche Größenordnung wurde erst später deutlich. So ist auch das Foyer und damit ein großer Teil des Erdgeschosses betroffen. Der Fußboden und zum Teil auch die Wände müssen überall dort nun herausgerissen und erneuert werden. Läuft alles nach Plan, kann die Kita im Sommer wieder zurückkehren in ihr eigentliches Zuhause.

von Lennart Hecht