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Bad Nenndorf Nach Einbruch in Nenndorfer Bauhof: 21 Monate Haft für zweiten Täter
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Nach Einbruch in Nenndorfer Bauhof: 21 Monate Haft für zweiten Täter
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08:30 12.07.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Bad Nenndorf/ Stadthagen

Nach einem Einbruch auf dem Gelände des Bad Nenndorfer Bauhofes und der Kläranlage, bei dem im September 2017 unter anderem ein hochwertiger Radlader gestohlen worden war, hat das Schöffengericht in Stadthagen jetzt den zweiten Täter verurteilt. Auch gegen den 35-Jährigen aus Celle verhängte Richter Kai Oliver Stumpe eine Haftstrafe von 21 Monaten. Bewährung war kein Thema, weil der Wiederholungstäter bereits unter Bewährung stand.

Gegen die beiden Angeklagten war in zwei verschiedenen Prozessen verhandelt worden. Vor Gericht hatten sie versucht, sich gegenseitig den größeren Teil der Schuld in die Schuhe zu schieben. „Die Strafe fällt gleich hoch aus, weil die Beteiligung an der Tat ungefähr gleich zu gewichten ist“, stellte Richter Stumpe klar.

Täter hatten unterschiedliche Aufgaben

Die Männer hatten allerdings unterschiedliche Aufgaben: Während der jetzt angeklagte Celler sich von Berufs wegen mit Baumaschinen auskennt und deshalb unter anderem für den Abtransport des Radladers zuständig gewesen sein soll, kümmerte sich der zuvor verurteilte Komplize um die Planung der Tat, die Zwischenlagerung des Diebesgutes in einer gemieteten Halle sowie dessen Verkauf.

Nach Überzeugung Stumpes hat der nun verurteilte Mann, der damals beruflich im Landkreis Schaumburg zu tun hatte, den Tatort ausspioniert und den Radlader gefahren. Darauf deuten DNA-Spuren hin, die an dem Bagger sichergestellt worden sind. Erbeutet hatten die mindestens zwei Täter außerdem einen Aufsitzmäher samt Anhänger, Auffahrrampen, einen Industriestaubsauger sowie eine Dosierpumpe, alles zusammen im Wert von etwa 25000 Euro.

Zunächst Berufung eingelegt

In seinem Geständnis vor Gericht behauptete der 35-Jährige, ihm seien 1000 Euro Handgeld versprochen worden, die er aber nicht erhalten haben will. Fest steht, dass der Angeklagte nur vier Monate vor dem Einbruch in Bad Nenndorf vom Amtsgericht Celle wegen einer ähnlichen Tat verurteilt worden ist: Er war in einen Baumarkt eingebrochen und hatte dort diverse Geräte gestohlen. Nun muss der 35-Jährige damit rechnen, dass diese Bewährung widerrufen wird. Das wären 14 Monate zusätzlich.

Sein Komplize hatte gegen die eigene Strafe zunächst Berufung eingelegt, das Rechtsmittel dann aber im April vor dem Landgericht in Bückeburg zurückgezogen, weil die Lage aussichtslos war.

Keine Freude an der Beute

Viel Freude hatten die Diebe übrigens nicht an ihrer Beute. Weil der Radlader mit GPS ausgestattet war, einem satellitengestützten System zur Bestimmung der Position, standen bereits am nächsten Tag in Celle Polizisten auf der Matte. „Weil die Polizei so schnell war, ist jedes einzelne Beutestück zurückgelangt“, stellte Richter Stumpe fest, verbunden mit einem Lob für die professionelle Arbeit der Beamten. ly

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