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Bad Nenndorf Photovoltaikanlage auf dem Gymnasium Bad Nenndorf eingeweiht
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Photovoltaikanlage auf dem Gymnasium Bad Nenndorf eingeweiht
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17:38 21.10.2019
Die Big Band des Gymnasiums Bad Nenndorf spielt auf dem Schuldach zur Einweihung der neuen Solarmodule. Quelle: Andrea Göttling
Bad Nenndorf

Dies sei nunmehr die elfte Schule, auf deren Dach eine solche Anlage installiert worden sei – „aber noch nie sind wir so toll empfangen worden“, lobte Landrat Jörg Farr die zwischen den Solarmodulen stehenden Musiker der Big Band. Auf einer Fläche von 1650 Quadratmetern wurden 646 Module auf dem Dach des Gymnasiums Bad Nenndorf (GBN) installiert.

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Schulleiter: Schule wird ihrem Ruf noch gerechter

Schulleiter Gerald Splitt freute sich aus zwei Gründen über die Einweihung. Einerseits spare die Anlage dem Kreis Geld, andererseits werde das GBN seinem Ruf als Umweltschule so noch gerechter. Es sei auch ein pädagogisches Ziel, nicht nur mit Zukunftsvisionen anzutreten, sondern diese auch umzusetzen. Transparent gemacht werde die Maßnahme auch durch ein Display, das an prominenter Stelle in der Schulstraße montiert wurde.

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Das Energiethema geht der Landkreis zweigleisig an. Wie Farr ausführte, liegt der Fokus einerseits auf der Einsparung, beispielsweise durch Fassadendämmung. Zudem soll Energie möglichst regional produziert und eingekauft werden. In Bad Nenndorf gebe es eine Kooperation mit einem Biogasanlagenbetreiber.

Klimaschutzmanager Horst Roch (von links), Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens, Janina Dornbusch, Nils Althoff und Burkhard Wolters vom Landkreis Robin Bergmann und Frank Tegtmeier von der Bürger Energie Genossenschaft, Landrat Jörg Farr und Schulleiter Gerald Splitt weihen die Anlage auf dem Schuldach ein.

So viel Geld spart die Anlage dem Landkreis

Installiert wurde die Anlage auf dem Schuldach durch die Bürger Energie Genossenschaft. Der Landkreis hat sich gegenüber dem Investor für 25 Jahre verpflichtet. Gebühren fallen nicht an, dafür kann der Investor die Dachfläche kostenfrei nutzen. Der Gesamtverbrauch der Schule beläuft sich auf 240.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, die Anlage übernimmt davon 80.000 Kilowattstunden. Bei einer angenommenen jährlichen Strompreiserhöhung von drei Prozent ergebe sich über 25 Jahre eine Ersparnis von 170.000 Euro für den Landkreis.

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Von wegen Fridays for Future – „hier wird Montag bis Sonntag für unsere Zukunft gearbeitet“, sagte Frank Tegtmeier von der Genossenschaft. Dies sei nun die dritte Bürgersolaranlage, die Gruppe habe aber gewiss nicht zum letzten Mal auf einem Dach gestanden, stellte er in Aussicht. von Andrea Göttling

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