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Bad Nenndorf Schlamm mit Potenzial
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Schlamm mit Potenzial
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18:16 23.09.2018
In der Kläranlage Bad Nenndorf soll der Schlammlagerplatz überdacht und mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Quelle: tro
Bad Nenndorf/Haste

 Die Kosten dafür lägen bei rund 415.000 Euro, zunächst müssen aber noch Samtgemeindeausschuss und -rat darüber abstimmen.

Vor dem Beschluss hatten sich die Ausschussmitglieder vor Ort einen Eindruck vom aktuellen Stand in der Kläranlage verschafft. Das größte Einsparpotenzial machte Wolfgang Bühler vom Ingenieurbüro Ifa Consult, der für die Anlagen ein Klimaschutzteilkonzept erstellt hat und dieses im Rahmen der Sitzung vorstellte, bei der Entwässerung des Klärschlamms aus.

Hinzu kommen speziell für Nenndorf eine Optimierung der sogenannten Rücklaufschlammverhältnisse. Für Haste schlug Bühler die Installation einer Eindicker-Pumpe vor, die bei Investitionskosten von rund 100.000 Euro jährlich rund 20000 Euro einsparen könnte. Weiteres großes Einsparpotenzial sah Bühler derweil nicht: „Beide Anlagen sind für ihr Alter gut in Schuss. Man könnte zwar ein bisschen was machen, aber das Potenzial ist nicht gerade gigantisch“, fasste er zusammen.

95 Euro pro Tonne

Wie Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt bereits zuvor berichtet hatte, habe man für die Entsorgung des Klärschlamms derzeit eine Anlage in Nordrhein-Westfalen im Auge. Diese würde neben der Verbrennung auch den logistischen Part übernehmen. In Zusammenarbeit mit derzeit etwa 40 Kommunen wolle man diese Möglichkeit ab spätestens Anfang 2022 nutzen.

Die Tendenz gehe zu Entsorgungskosten von 95 Euro pro Tonne. „Das ist eine tolle Lösung, die uns erleichtert und zufriedenstellt. Die Klärschlammentsorgung ist wirklich ein großes Problem“, sagte Schmidt, der zugleich auch grundsätzlich feststellte: „Wir haben in unseren Anlagen noch Luft.“

Bühler wagte noch einen Blick in eine Zukunft, in der dies nicht mehr der Fall sein könnte. „Der Platz in beiden Anlagen ist auf lange Sicht begrenzt. Da macht es Sinn, über eine Zusammenführung nachzudenken“, sagte er. Dann könne man auch über die Errichtung eines Faulturms sprechen, der den Energieverbrauch und die Schlammmenge erheblich reduzieren, aber wohl auch einen Millionenbetrag kosten würde. „Das ist eine Aufgabe für die nächste Generation.“ tro

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