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Bad Nenndorf Schulleiterstelle soll neu besetzt werden
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Schulleiterstelle soll neu besetzt werden
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16:58 31.03.2019
Die Berlin-Grundschule wird seit Beginn des Schuljahres kommissarisch von Anica Wilhelm-Machule geleitet. Quelle: lht
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Bad Nenndorf

Bereits seit Beginn des laufenden Schuljahres im Sommer 2018 ist die Berlin-Grundschule ohne feste Leitung. Anica Wilhelm-Machule, zuvor stellvertretende Rektorin, hat den Posten seither lediglich kommissarisch übernommen. Nun soll zeitnah eine feste Lösung für die Rektorenstelle gefunden werden, wie die Landesschulbehörde auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

„Wir gehen davon aus, dass die Stelle noch in diesem Schuljahr besetzt wird“, erklärte Pressesprecherin Bianca Schöneich. Demnach sei der Posten bereits ausgeschrieben worden, mehrere Bewerbungen seien auch eingegangen. Aktuell werden Schöneich zufolge die Bewerber geprüft und unter anderem Rücksprache mit der Samtgemeinde Nenndorf als Schulträger gehalten.

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Entscheidung soll bald fallen

Diese Einbeziehung hat nach Angaben von André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales, bereits stattgefunden. „Nach unserer Kenntnis soll die Entscheidung in den kommenden Wochen fallen“, erklärte Lutz, der allerdings keinerlei Grund zur Eile sieht. „Wir warten nicht händeringend auf eine Lösung“, erklärte er. Es sei ja nicht so, dass die Schule aktuell führungslos ist.

Mit der jetzigen Leiterin, Wilhelm-Machule, habe die Verwaltung immer eine Ansprechpartnerin. Und die hat sich nach Angaben von Lutz auch selbst auf die neue Rektorenstelle beworben, könnte also von der „Vize“ über die Interimslösung bald hin zur festen Leiterin der Berlin-Schule avancieren. Dann wäre eine neue Stellvertreterin zu benennen. Wie Wilhelm-Machules Chancen stehen oder wie viele Bewerber insgesamt um den Platz konkurrieren, wollen aber weder Lutz noch Schöneich von der Landesschulbehörde sagen.

Stellen schwer zu besetzen

An der Berlin-Schule war zum Schuljahreswechsel 2018 Torsten Rolke verabschiedet worden, weil er zur Grundschule nach Nienstädt wechselte. Zuvor hatte Rolke mehr als zehn Jahre die Geschicke der Einrichtung an der Bahnhofstraße geleitet, zuletzt mit Unterstützung von Wilhelm-Machule als Stellvertreterin.

Dass Rektorenstellen an Grundschulen speziell im ländlichen Raum schwer zu besetzen sind, hatte zuletzt die Nachbarsamtgemeinde Rodenberg erfahren müssen. Jeweils ein Dreivierteljahr lang blieben die entsprechenden Posten in Lauenau und Rodenberg unbesetzt. Als Grund für solche Wartezeiten wird von Politik und Pädagogenverbänden die nicht gerade üppige Bezahlung bei vergleichsweise hoher Zahl an Unterrichtsstunden als Hauptgrund angeführt.

Derzeit läuft im Land Niedersachsen eine Debatte um höhere Besoldung von Grundschulleiter-Stellen und eine Herabsetzung der Unterrichtsstunden. lht