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Bad Nenndorf Sicherheitsdienst geht gegen Saufgelage und Vandalismus im Kurpark vor
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Sicherheitsdienst geht gegen Saufgelage und Vandalismus im Kurpark vor
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17:54 18.07.2019
Teilweise sind die durch Vandalismus entstandenen Schäden nur wenige Meter voneinander entfernt: die kürzlich umgefahrene Laterne und Schmierereien am Pavillon. Quelle: göt
Bad Nenndorf

Seit zweieinhalb Monaten patrouilliert jede Nacht ein Sicherheitsdienst durch den Bad Nenndorfer Kurpark. Vandalismusfälle lassen sich dadurch zwar nicht komplett verhindern, für Ruhe sorgen die Nachtwächter aber durchaus regelmäßig. Diverse Platzverweise sind in den vergangenen Wochen ausgesprochen worden, berichtete Ordnungsamtsleiter Andre Lutz.

Zweimal pro Nacht brechen die Sicherheitsdienstler zu ihren etwa halbstündigen Streifzügen auch. Die Uhrzeiten variieren dabei stets. Die Nachtwächter sind befugt, stellvertretend für die Stadt das Hausrecht auszuüben. Soll heißen: Sie dürfen Platzverweise aussprechen. Häufigster Grund ist Lutz zufolge laute Musik.

Sechs Platzverweise wegen zu lauter Musik

Im Mai sprach der Sicherheitsdienst, mit dem auch die Kur- und Tourismusgesellschaft bei großen Festen zusammenarbeitet, sechsmal Platzverweise aus. Die Zahl für Juni liegt noch nicht vor. Grundsätzlich sei es natürlich nicht verboten, sich nachts im Kurpark aufzuhalten, betonte er. Große Gruppen, die dort laut Musik hören und Müll hinterlassen sind hingegen nicht gerne gesehen. Auch sollen die Vandalismusfälle, die immer wieder Schlagzeilen machen, reduziert werden. Erst am vergangenen Wochenende hatten Unbekannte mit einem Anhänger Schäden an einer Laterne und einer Treppe verursacht.

Selbst wenn wie früher ein Kurparkwächter die ganze Nacht über da wäre, würden sich solche Vorfälle wohl nicht gänzlich verhindern lassen, vermutete Lutz. Schließlich kann dieser nicht überall gleichzeitig sein. „Eine komplette Absicherung hat man nicht“, sagte der Ordnungsamtsleiter. Allerdings könne auf eine Verbesserung hingewirkt werken. Die stichprobenartigen Kontrollen haben aber Präventivcharakter, erläuterte er. Schließlich spreche sich rum, dass dort in unregelmäßigen Abständen patrouilliert wird.

Probleme im Sommer meist schlimmer als im Winter

Das Unternehmen ist zunächst bis Oktober mit den Kontrollen beauftragt. Erfahrungsgemäß sind die Probleme im Sommer schlimmer als in der kalten Jahreszeit. Ob die Kontrollen im Falle eines warmen Herbstes oder auch im kommenden Sommer fortgesetzt werden, wird je nach Bedarf entschieden. Lutz zufolge ist es vorstellbar, dass im Sinne der Prävention 2020 daran angeknüpft wird. göt

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