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Bad Nenndorf Umweltfrevel entsorgen haufenweise Müll im Feld bei Horsten
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Umweltfrevel entsorgen haufenweise Müll im Feld bei Horsten
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17:45 09.04.2019
Vom TV-Gerät bis zum Mobiliar: Allerlei Unrat wurde in der Feldmark entsorgt. Quelle: pr.
Horsten

Der Müll landet auf den Feldern, an Hecken, an der Aue und in Entwässerungsgräben. Sehr zum Unmut von Jagdgenossen, Jägern und Landwirten, die nun die Initiative ergriffen haben und zum Frühjahrsputz der Landschaft antraten. Mit rund einem Dutzend Mitgliedern, berichtet Volker Antholz, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Horsten, suchten sie innerhalb weniger Stunden neun Kubikmeter Abfall zusammen.

Fernseher, Stühle und säckeweise Plastikmüll: Müll, der Sorgen macht

„Für uns sind das neun Kubikmeter Ärger, auf den wir gut und gerne hätten verzichten können“, sagt Antholz. So seien auf den Flächen zwischen der Horster Mühle im Westen und der Biogasanlage im Osten unter anderem Fernsehgeräte, eine Dunstabzugshaube, Stühle und sogar eine chemische Gartenspritze mit einem unbekannten Mittel gefunden worden. Hinzu kamen viele Müllsäcke mit Plastikverpackungen.

Gerade diese machten Antholz Sorgen, der auch Landwirt ist und seine Äcker regelmäßig von Müll befreien muss. „Entlang am Hohefeld finde ich ab und zu sogar ganze Platten Styropor, die vom Baugebiet durch den Wind dann in die Gräben getragen werden.

Wenn das Gras über diese Platte gewachsen ist und ich das Gras samt der Platten mähe, gelangen so Millionen kleine Plastikpartikel in die Gewässer, die wir wiederum durch den Verzehr von Fischen selbst aufnehmen“, kritisiert Antholz die Folgen der Vermüllung. Aus Sicht der Jagdgenossen liegt es im Interesse aller, dass so etwas nicht passiert.

Illegale Müllentsorgung unbedingt der Polizei melden

Zwar weiß der Vorsitzende, dass eine solche Müllsammelaktion nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann. „Wir wollen aber wenigstens unsere Mitbürger hier vor Ort sensibilisieren und dazu anregen, ihren Müll nicht in der Natur zu entsorgen. Dann wäre schon einiges gewonnen“, findet Antholz. Geplant sei, die Müllsammelaktion nun mindestens einmal im Jahr zu machen.

Damit dann aber nicht mehr so viel wie jetzt zu finden ist, bitten die Jagdgenossen darum, die Polizei bei verdächtigen Beobachtungen von Abladungen zu informieren oder die Verursacher direkt anzusprechen. von Guido Scholl