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Bad Nenndorf Wieder Tiere auf dem Ex-Zoogelände in Bad Nenndorf
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Wieder Tiere auf dem Ex-Zoogelände in Bad Nenndorf
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13:42 17.05.2020
Auf dem Ex-Zoogelände gibt es wieder Volieren – allerdings zu Zuchtzwecken. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Ein Zuhörer berichtete im Ausschuss, dass ein Züchter das Grundstück gepachtet habe. Dem Vernehmen nach sollen dort Tauben und anderes Geflügel gezüchtet werden. Vor knapp fünf Jahren war der Kleine Zoo am Krater nach 52 Jahren geschlossen worden. Der Kraterzoo war 1963 von Werner Schulz gegründet worden, der 2009 verstarb.

Angefangen hatte alles mit Fasaneneiern. Der geschlüpfte Nachwuchs bezog eine Voliere, woraufhin Schulz die Idee reifen ließ, auf dem damals verwilderten Grundstück hinter dem Krater einen Vogelpark entstehen zu lassen.

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Mehr zum Thema: Kraterzoo schließt doch

Nach und nach stieg die Zahl der Gehege auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände. Kraniche, Eulen, Fasane, Hühner, Enten und vieles mehr lockten Generationen von Menschen an – auch von außerhalb Nenndorfs. Später zogen Ziegen, Schafe, Waschbären und Zwergschweine auf das Gelände. Ein Förderverein wurde 1993 gegründet.

Mit dem Oberbegriff „Krater“ wird oft das gesamte Areal inklusive der ehemaligen Zoofläche betitelt. Dabei ist Letztgenanntes in Privatbesitz. Beim Krater handelt es sich um ein Naturdenkmal. Eine kalkhaltige Quelle bildete Ablagerungen, die den heutigen Wall formten. Bekannt ist auch der benachbarte Quellbrunnen. Ab und zu liegen bunte Blumensträuße im Wasser, die sich dort scheinbar ewig zu halten scheinen. Alle drei Anlaufstellen – Krater, Brunnen und Zoo – sind in den Kindheitserinnerungen vieler Menschen fest verankert.

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Mit dem Ende des privaten Tierparks wurde auch das Bad Nenndorfer Krater-Areal immer seltener Ziel von Ausflüglern. Inzwischen kann die Fläche als verwildert bezeichnet werden.

In der Nähe hatte es kurz zuvor noch weitere Bauarbeiten gegeben. Wie berichtet, wurde von der B442 ein Verbindungsweg in Richtung Kratergelände inmitten einer Ausgleichsfläche angelegt. Dieser endet vorerst in einer Sackgasse. Das Projekt ist Teil des Förderprogramms Zukunft Stadtgrün, mit dem die grüne Infrastruktur aufgewertet werden soll – inklusive Krater. Dieser wird aber erst in einem zweiten Schritt umgeplant. Dann wird auch der Weg mit dem Areal verbunden. Die Planung für die Fläche läuft gerade in der Verwaltung an. Von Andrea Göttling 

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