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Haste Angst vor Negativem
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15:55 19.03.2018
An der Straße „Rehre“ will der Rat mit der B-Plan-Änderung den Grundstein für eine weitere positive Stadtentwicklung legen.
An der Straße „Rehre“ will der Rat mit der B-Plan-Änderung den Grundstein für eine weitere positive Stadtentwicklung legen. Quelle: tro
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An zentraler Position des Gebietes – im Hotel und Restaurant Seegers – stünden „gravierende Veränderungen“ hinsichtlich des Betreibers an, sagte Bürgermeister Sigmar Sandmann (SPD) in der vergangenen Ratssitzung. Darum müsse man nun tätig werden.

Die Ratsmitglieder treibt nämlich die Sorge um, dass sich dort eine Spielhalle ansiedeln könnte – möglicherweise der Auftakt für einen Abstieg. „Spielhallen gehören dort nicht hin“, sagte Sandmann.

„Wir würden es begrüßen, wenn die Gaststätte in dem heutigen Umfang weiterbetrieben wird, sind aber auch für andere Lösungen offen.“ Nur soll eine solche Lösung eben keine sogenannte „Vergnügungsstätte“ sein, die mit der Planänderung wegen ihres „Beeinträchtigungspotenzials“ nun auch ausgeschlossen sind.

Versorgungsstruktur soll profitieren

Stattdessen sollen „differenzierte kleinräumige Gestaltungs- und Nutzungskonzepte ausgearbeitet und in Festsetzungen der Arten der baulichen Nutzungen überführt werden, die eine funktionale und gestalterische Aufwertung des Lebensmittelpunktes im Bereich um den Bahnhof herum erwarten lassen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Kurz: Wenn sich dort etwas ändert, soll es schön werden. Zugelassen sind Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude, Einzelhandelsbetriebe sowie Schank- und Speisewirtschaften. Auch Betriebe des Beherbergungsgewerbes, sonstige Gewerbebetriebe und Anlagen für Verwaltungen sowie für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke sollen erlaubt sein. Die Versorgungsstruktur von Haste soll profitieren.

Maximal zwei Geschosse

Weiterhin seien bereits seit einiger Zeit mehrere Bauabsichten in dem Gebiet bekannt, so Sandmann weiter. Die Planänderung soll nun dafür sorgen, dass sich neu entstehende Gebäude an die bestehenden anschließen. So ist zum Beispiel eine maximal zweigeschossige Bauweise vorgesehen.

Gleichzeitig schafft die Gemeinde mit der Planänderung auch die rechtlichen Voraussetzungen, um steigendem Baulandbedarf begegnen zu können. Der Beschluss fiel einstimmig. Das Gasthaus Seegers ist vor kurzem von der Haster Familie an einen neuen Eigentümer übergegangen. Der im selben Komplex befindliche Getränkemarkt hatte zum 1. März geschlossen und dafür als Auslöser die Konditionen eines angebotenen Mietvertrags genannt, ohne jedoch ins Detail zu gehen.