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Haste Haste hat fast eine Million Euro auf der hohen Kante
Schaumburg Nenndorf Haste Haste hat fast eine Million Euro auf der hohen Kante
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16:14 19.02.2019
Für die Park&Ride-Anlage am Bahnhof plant die Gemeinde eine Erweiterung.
Für die Park&Ride-Anlage am Bahnhof plant die Gemeinde eine Erweiterung. Quelle: gus
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HASTE

Der Haushalt weist bei einem Volumen von knapp 2,2 Millionen Euro einen leichten Überschuss von rund 25.000 Euro auf. „Es ist erfreulich, dass wir die Abschreibungen aus eigener Kraft erwirtschaften“, sagte Bürgermeister Sigmar Sandmann. Die laufenden Kosten bleiben nahezu unverändert.

Auch die Steuereinnahmen verhalten sich weitgehend stabil. Der Einkommensteueranteil wächst sogar von 1,36 auf 1,48 Millionen Euro an. Dieser Posten ist die Haupteinnahmequelle der Gemeinde. Daher sei sie gut beraten, ihre Einwohnerzahl zumindest zu halten. Sandmann verwies auf den leichten Negativtrend. Ziel sollte es sein, gemeinsam mit der Gemeinde Hohnhorst das Neubaugebiet beim Scheller zu entwickeln.

Umlagegespräche "vergebene Mühe"

Bei der Gewerbesteuer kalkuliert die Gemeinde vorsichtig und reduzierte den Ansatz gegenüber 2018 um 4000 auf 176.000 Euro. Bei der Grundsteuer ist ein leichtes Plus eingeplant, der A- und der B-Anteil summieren sich auf knapp 270.000 Euro.

Als vergebene Mühe bezeichnete SPD-Sprecher Wilfried Wlotzka die lange Diskussion um die Anhebung der Samtgemeindeumlage vor einem Jahr. Diese hätte man sich sparen können, denn in diesem Jahr erfolgte eine weitere Erhöhung. Die Gemeinde Haste zahlt daher nun 708 000 Euro anstelle von 688.000 Euro in 2018. Noch etwas mehr Geld muss Haste an den Kreis abführen. 815.000 Euro stehen bei dieser Umlage zu Buche.

Doch Haste sei immer noch schuldenfrei, unterstrich Wlotzka. In der Rücklage befinden sich sage und schreibe 950.000 Euro. Solche kommunalen Finanzlagen werden immer seltenere, konstatierte Wlotzka. Diese Summe lasse die SPD positiv in die Zukunft blicken.

20.000 Euro für Spielplätze

„Die Gemeinde Haste bleibt weiterhin handlungsfähig“, sagte der SPD-Sprecher. Wlotzka wies auf mehrere Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes hin. Es werden an mehreren Stellen, unter anderem in der Feldmark und an der Parkplatzanlage beim Bahnhof, Bäume, Sträucher und Hecken gepflanzt. Die BMX-Anlage stehe in Kürze zur Verfügung, dafür enthält der aktuelle Etat noch einen Restposten von 19.300 Euro. Für die Spielplätze plane die Gemeinde 20.000 Euro ein.

Für die CDU hob Sprecher Fabian Heine hervor, dass das leichte Plus im Haushalt auch auf die allgemein gute konjunkturelle Lage zurückzuführen ist. Es werde spannend zu beobachten, ob ein Überschuss auch dann bleibt, wenn sich die Konjunktur abschwächt.

Ein positives Projekt sei der Bau von abschließbaren Fahrradboxen am Bahnhof. Darin sieht Heine eine weitere Attraktivitätssteigerung. Die dort geplante Erweiterung der P&R-Anlage ist mit 184.000 Euro die größte Investition der Gemeinde. Davon stammen aber 130.500 Euro aus Fördergeld.