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Haste Potenzial zur Natur
Schaumburg Nenndorf Haste Potenzial zur Natur
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00:24 18.04.2018
Christopher Penk wird ab Sommer die Waldkindergartengruppe in Haste betreuen.
Christopher Penk wird ab Sommer die Waldkindergartengruppe in Haste betreuen. Quelle: göt
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Haste

„Die Kinder können toben – von morgens bis mittags. Das ist die Qualität, die wir haben“, so der angehende Wildnispädagoge. In einem Waldkindergarten in Obernwöhren hat der heute 29-Jährige bereits während seiner Ausbildung gearbeitet.

Kinder müssen kreativ werden

Im Wald haben die Kinder im Gegensatz zur Tagesstätte fast keine Spielsachen. Sie müssen also kreativ werden und sich aus dem vorhandenen Material selbst etwas zum Spielen basteln. So wird der Stock zum Schwert eines Ritters, und aus Naturmaterial wird eine Puppe gebaut. „Die Kinder kommen alleine auf klasse Spielideen“, findet der Pädagoge. Schließlich müssen sie mit dem auskommen, was der Wald zu bieten hat. „Dies fördert zum einen die Phantasie und zum anderen auch das Sprachvermögen der Kinder“, weiß Penk zu berichten.

Die motorischen Fähigkeiten werden von den Pädagogen gezielt gefördert. Um Spielsachen herzustellen, lernen die Kinder beispielsweise das Schnitzen. „Wenn Spielzeug selbst gemacht ist, hat es eine ganz andere Wertigkeit“, so Penk.

Sensibilisierung für die Natur

Darüber hinaus wollen die Erzieher die Kinder für die Themen Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit sensibilisieren. „Sie sollen ihr Potenzial mit Blick auf die Natur nicht verlieren“, erklärt Penk. Die Kinder werden im Wald gewissermaßen geerdet. Die Sensibilisierung für die Natur hat noch einen weiteren Zweck: „Nur was die Kinder kennen, werden sie später schützen“, sagt der Naturfreund.

Der Waldkindergarten läuft nicht über einen Verein, wie es zum Beispiel in Feggendorf der Fall ist, sondern über die Samtgemeinde Nenndorf – worin Penk einen Vorteil sieht. „Wir haben eine starke Samtgemeinde im Nacken“, so der Pädagoge. Zum einen seien „die Mittel ganz anders“, zum anderen könne der Bauhof kurzfristig helfen, wenn es nötig ist.

Das Beste aus beiden Welten

Penk verbringt ab Sommer die Vormittage im Wald. Wenn die Kinder mittags abgeholt werden, wechselt er in die Kindertagesstätte. „So kann ich das Beste aus beiden Welten verbinden und verliere den Anschluss zum Haupthaus nicht“, freute sich der 29-Jährige. Er absolviert nun noch die Weiterbildung zum Wildnispädagogen. Dabei geht es beispielsweise um die Orientierung, Wildkräuter und deren Zubereitung und Handwerkskünste.  göt