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Hohnhorst 500.000 Euro fürs Gemeinschaftshaus: Endlich Baustart in Rehren
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst 500.000 Euro fürs Gemeinschaftshaus: Endlich Baustart in Rehren
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15:10 22.02.2019
Ministerin Birgit Honé (3. von rechts), Bürgermeister Cord Lattwesen (links), Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt (3. von links) und Mitglieder der Dorfgemeinschaft beim symbolischen Spatenstich.
Ministerin Birgit Honé (3. von rechts), Bürgermeister Cord Lattwesen (links), Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt (3. von links) und Mitglieder der Dorfgemeinschaft beim symbolischen Spatenstich. Quelle: gus
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REHREN

Oktober 2013: Der Dorfgemeinschaftsverein ruft den Arbeitskreis Dorfgemeinschaftshaus mit Vertretern mehrerer örtlicher Gruppen ins Leben. Damalige Kostenvorstellung: 370 000 Euro.

März 2014: Erstes Treffen des Arbeitskreises, der dabei noch neun thematische Arbeitsgruppen bildet. Es wird bereits festgelegt, dass auf nachhaltige Weise neu gebaut oder ein Gebäude saniert werden soll. Die Nutzung muss allen Bürgern Hohnhorsts möglich sein. Ob auch externe Interessenten zugelassen werden, bleibt offen.

Mai 2015: Die Landjugend errichtet während einer 72-Stunden-Aktion ein Gebäude am Rehrener Sportgelände, das die Gemeinde nichts kostet. Es kommen Irritationen auf: Soll dies nun ein Ersatz für ein echtes Dorfgemeinschaftshaus sein? Wem steht es offen? Warum wurde der Dorfgemeinschaftsverein nicht einbezogen? Bis heute bleibt der Nutzen des 72-Stunden-Baus vielen ein Rätsel.

April 2016: Dem Dorfgemeinschaftsverein droht ein Riss, da sich zwei Lager bilden – jenes, das einen Neubau nahe dem Sportplatz wünscht, und jenes, das den Umbau einer Scheune etwa 100 Meter weiter bevorzugt.

Mai 2017: Im Jugendausschuss geht die Tendenz der Politiker erstmals in Richtung Neubau auf dem Sportgelände. Es ist aber ein Anbau an das Sportheim des MTV Rehren gemeint. Der finanzielle Rahmen steht mittlerweile: Maximal 185 000 Euro zahlt die Gemeinde – die Hälfte des ersten Ansatzes –, maximal 500 000 Euro fließen aus dem Förderprogramm.

Juli 2017: Die Förderperiode des Rehrener Dorferneuerungsprogramms wird verlängert. Ohne diesen Schritt wäre das Bauprojekt gestorben gewesen, weil die Gemeinde es sich ohne Zuschüsse nicht leisten kann. Nun nimmt die Planung Fahrt auf.

August/September 2017: Der Verein entscheidet sich für den Namen Haus der Gemeinsamzeiten. Kurz darauf wird eine Zeichnung präsentiert – sie zeigt ein freistehendes Haus mit Schrägdach. Der Anbau ist vom Tisch, die Scheune schon lange. Allerdings würde die Realisierung des Neubaus den Kostenrahmen sprengen.

Januar 2018: Planer Volker Wehmeyer stellt eine abgespeckte Version vor, die im Kostenrahmen bleibt. Der Rat nickt sie ab.

Februar 2018: Nachdem allenthalben damit gerechnet wurde, dass die neue Planung umgesetzt wird, überrascht der Dorfgemeinschaftsverein mit der Idee, eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen. Es bleibt bei einer Idee.

Oktober 2018: Neuer Projektplaner wird Uwe Brinkmann, der in Bad Nenndorf bereits das Sorgenkind Feuerwehrhausneubau in trockene Tücher brachte.

Januar 2019: Brinkmanns Planung eines Flachdachhauses in Holzrahmenbauweise wird vom Rat abgenickt. Auch der Kostenrahmen steht.

22. Februar: Ministerin Honé überreicht den Förderbescheid. Bürgermeister Cord Lattwesen und Ingrid Möller vom Dorfgemeinschaftsverein vollziehen den ersten Spatenstich.

Guido Scholl