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Hohnhorst Abgenickt trotz unklarer Bauweise
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Abgenickt trotz unklarer Bauweise
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15:42 15.08.2018
Ob das geplante Dorfgemeinschaftshau nun aus Holz oder Stein gebaut wird, ist unklar. So oder so hat der Ausschuss eine Kostenhöchstgrenze von 685.000 Euro aufgestellt.
Ob das geplante Dorfgemeinschaftshau nun aus Holz oder Stein gebaut wird, ist unklar. So oder so hat der Ausschuss eine Kostenhöchstgrenze von 685.000 Euro aufgestellt. Quelle: Symbolbild dpa
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Hohnhorst

Eine Nachfrage der Verwaltung beim Amt für regionale Landesentwicklung hat ergeben, dass die Gemeinde einen Bescheid zur Förderung erhalten wird. Nun ist Eile geboten. Denn um die Fertigstellung Ende 2020 – ein Antrag zur Verlängerung der Frist wird eingereicht – einhalten zu können, mussten jetzt die nächsten Schritte eingeleitet werden.

Entscheidung zwischen Bau aus Holz oder Stein

Erik Meier vom Planungsbüro Wehmeyer stellte dem Ausschuss vier verschiedene Pläne vor – die Gesamtfläche mit 273 oder 290 Quadratmetern, jeweils in konventioneller Bauweise und Massivholzbauweise. Diskutiert hat der Ausschuss schließlich die kleinere Variante. Dort würde die konventionelle Bauweise 685.000 Euro kosten, die Massivholzbauweise 720.000 Euro.

Christian Reese (CDU) erkundigte sich, inwieweit eine Kostensteigerung auf dem Bausektor berücksichtigt wurde und wie sicher die Einhaltung der angegebenen Beträge ist. Meier entgegnete, dass es sich bei den bezifferten Kosten um eine Schätzung handelt, ein Puffer aber eingerechnet wurde.

Freibrief für die Verwaltung

Bevor der Ausschuss zum Beschluss kommen konnte, stellte Gemeindedirektor Mike Schmidt noch einmal deutlich klar, worüber abgestimmt wird. Denn wenn die Politiker der Verwaltung keinen „Freibrief“ ausstellen wollen, müssten sie sich nun positionieren, ob sie die Holz- oder Steinbauweise präferieren. Bürgermeister Cord Lattwesen wurde in diesem Moment sichtbar nervös, denn der Beschlussvorschlag sah es eigentlich nicht vor, dass der Ausschuss eine solche Entscheidung trifft. Im Beschlussvorschlag war die Rede von „einem mit dem Dorfverein abgestimmten Entwurf unter Einhaltung der finanziellen Vorgaben“.

Angedacht war es demnach, dass Verwaltung, Planer und Dorfverein die Details abstimmen. Der Dorfverein wünscht sich die nachhaltigere Bauweise. Diese ist zwar teurer, aber bei der konventionellen Bauweise – also aus Stein – würden dem Dorfverein Sponsoren abspringen, wie Lattwesen erklärte. Außerdem haben die Ehrenamtlichen angeboten, in Eigenleistung gewisse Arbeiten zu erledigen, um Geld zu sparen und damit die Kostengrenze einzuhalten.

Keine weitere Runde im Ausschuss

Schmidt erklärte, dass die Politiker in dieser Sitzung die letzte Chance haben zu sagen, „in welche Richtung wir gehen“. Oder sie können, wie in der Vorlage angedacht, sagen, dass die Entscheidung über die Bauweise bei der Verwaltung liegt, solange die Kosten eingehalten werden. So oder so gebe es „keine weitere Runde im Ausschuss“, so Schmidt.

Letztendlich wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die Kostenhöchstgrenze auf 685 000 Euro – inklusive der Förderung – festzulegen. Welche Bauweise in diesem Rahmen möglich ist, stimmt die Verwaltung mit dem Dorfverein und dem Planer ab. göt