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Hohnhorst Diese drei Sportstätten in Hohnhorst sollen saniert werden
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Diese drei Sportstätten in Hohnhorst sollen saniert werden
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17:46 18.04.2019
Das Sportheim in Rehren ist eine der Sportstätten, die ab 2020 mit Geld aus dem Innenministerium saniert werden könnten. Quelle: lht
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Hohnhorst

Als das niedersächsische Innenministerium im Herbst 2018 sein 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm vorstellte, mit dem es bis 2022 sowohl kommunale als auch vereinseigene Sportstätten stärken will, da war immer wieder vom „jahrelangen Investitionsstau“ in diesem Bereich die Rede.

Ein Problem, von dem man auch in Hohnhorst ein Lied singen kann. „Im Alten Dorfkrug gibt es nicht einmal eine vernünftige Heizung“, berichtet Bürgermeister Cord Lattwesen. Und damit ist die Sporthalle kein Einzelfall.

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Im Alten Dorfkrug gibt es nicht einmal eine Heizung

Nun hofft die Gemeinde auf Fördermittel aus dem Landesetat. Neben dem Alten Dorfkrug, der vom TuS Germania Hohnhorst genutzt wird und nach Angaben von Lattwesen in den Wintermonaten notdürftig mit Heizstrahlern warm gehalten werden muss, fehlt es auch bei der Mehrzweckhalle in Ohndorf und beim Klubheim des MTV Rehren an vielen Ecken.

Auch der Alte Dorfkrug in Hohnhorst soll von dem Förderprogramm profitieren.

„Unsere Sportstätten sind in die Jahre gekommen“, sagt Lattwesen. Die Halle in Ohndorf etwa stamme „baulich aus den Neunzigern“. Und auch bei den anderen Bauten gäbe es – allein, was die energetische Sanierung angeht – dringenden Nachholbedarf. Von inklusionsgerechten Umbauten, die mit dem Programm ebenfalls unterstützt werden, ganz zu schweigen.

Darum bewirbt sich die Gemeinde erst 2020

Bis die drei Sportstätten tatsächlich ein Stück moderner werden, dürften allerdings noch ein bis zwei Jahre vergehen. Zwar gibt es vom Land Niedersachsen bereits für 2019 einen Fördertopf. Auf den schielen nach Angaben von Lattwesen aber schon jetzt zu viele Interessenten, als dass sich Hohnhorst große Hoffnungen auf ein Stück vom Kuchen machen könnte.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Gemeinde angesichts des Antragsschlusses Ende Mai reichlich spät dran wäre.

Deshalb will man in Rehren, Ohndorf und Hohnhorst nun Genauigkeit vor Schnelligkeit walten lassen, die drei Sportstätten im Mai in Ruhe mit Architekt Uwe Brinkmann abgehen und anschließend ausmachen, mit welchem Konzept sich die Gemeinde 2020 auf das Förderprogramm bewerben will.

Es ist das größte Sanierungsvorhaben seit Jahren

Wie viel Geld insgesamt nötig ist, um die drei Sportstätten zu sanieren, kann Lattwesen aktuell noch nicht sagen. Trotzdem spricht er vom größten Vorhaben seit Jahren – kleine Instandsetzungsmaßnahmen, die eigentlich laufend anfallen, mal ausgeklammert. „Es sind sicherlich einige Euro, die wir dafür in die Hand nehmen müssen“, erklärt der Bürgermeister.

Alleine berappen müsste Hohnhorst die Summe, wie hoch sie auch ausfallen möge, im Falle eines Zuschlags nicht. Stattdessen würden die Maßnahmen zu 40 Prozent vom Land bezuschusst. von Lennart Hecht