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Hohnhorst Hohnhorst soll bis 2035 wachsen – und trotzdem Dorf bleiben
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Hohnhorst soll bis 2035 wachsen – und trotzdem Dorf bleiben
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00:20 01.04.2019
Noch steht nicht fest, wo bis 2035 neue Baugebiete in Hohnhorst ausgewiesen werden. Vielversprechende Vorschläge gibt es aber. Quelle: Symbolfoto, dpa
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Hohnhorst

Das Resultat der Überlegungen war dasselbe wie zuvor in Haste und der Kurstadt. Es gab weder Entscheidungen noch Empfehlungen. Stattdessen sollen die Ratsfraktionen in den kommenden Wochen über die Flächen beraten.

45 Fußballfelder: Bauvorhaben konzentrieren sich auf Zentren

In der Samtgemeinde sollen bis 2035 maximal 32 Hektar Entwicklungsfläche besiedelt werden, das entspricht der Größe von rund 45 Fußballfeldern. Dabei kommen den Mitgliedsgemeinden unterschiedliche Rollen zu. Kleinere Orte wie Hohnhorst sollen auf die Eigenentwicklung setzen, ihre Bevölkerung darf deshalb bis 2035 maximal um zehn Prozent wachsen. „Das Dorf als solches soll bleiben“, erklärte Bauamtsleiterin Annette Stang. Das sehe in Orten wie Haste oder Mittelzentren wie Bad Nenndorf anders aus.

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In Haste etwa sorgt die gute Infrastruktur mit Bundesstraße, Grundschule und der Anbindung an den ÖPNV für einen Entwicklungsbonus. Für den Ortskern von Hohnhorst (300 Einwohner) und den Gemeindeteil Ohndorf (410 Einwohner) ist dagegen nur ein Wachstum um rund 70 Einwohner vorgesehen.

Darum kommen nicht alle Bereiche für Bauprojekte infrage

Wo überhaupt Neubürger in der Samtgemeinde bauen können, hat das Hamburger Büro ALP unter die Lupe genommen. Dessen Ausarbeitung dient nach Angaben von Stang aber nur der Übersicht, da sich viele der Flächen gar nicht zum Wohnen eigneten.

In Hohnhorst etwa grenzen zwei der käuflichen Flächen an Industriebetriebe und sind somit aus Lärmschutzgründen keine Option. Ein anderer Abschnitt im Südosten der Gemeinde sei zudem schwer zu erschließen. In Ohndorf spielt aufgrund der Rodenberger Aue auch der Hochwasserschutz eine Rolle.

Hier spricht viel für das bereits geplante Neubaugebiet Mathe II und eine zweite Fläche an der Flütstraße. Im Ortskern von Hohnhorst hat die Politik derweil zwei Grünflächen zwischen der Mathestraße und Hinter den Höfen ins Auge gefasst. Auch auf der Ackerfläche gegenüber könnte neues Bauland entstehen.

Bisher handelt es sich bei Flächen nur um Vorschläge

„Das ist hier aber noch nicht das Ende“, erklärte Stang, wohl noch unter dem Eindruck der Diskussion um mögliche Baugebiete Westlich Peser und Westliches Hohefeld, bei der am Vorabend in Bad Nenndorf reichlich „Dampf auf dem Kessel“ gewesen war, wie sie konstatierte.

Dabei sei noch längst nichts entschieden. Vielmehr sollen die Gemeinden nun in ihren jeweiligen Gremien über die ausgewählten Flächen beraten und ihre Beschlüsse mitteilen. Die Frist bis Ende April gilt nicht mehr. von Lennart Hecht