Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Nenndorf Droht eine weitere Pannenserie?
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Droht eine weitere Pannenserie?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 26.04.2018
Die Geschehnisse während der Bauarbeiten an der Kampstraße in Bad Nenndorf sorgten bei Beobachtern für Kopfschütteln
Die Geschehnisse während der Bauarbeiten an der Kampstraße in Bad Nenndorf sorgten bei Beobachtern für Kopfschütteln Quelle: Archiv
Anzeige
Rehren/Bad Nenndorf

Das Straßenbauunternehmen ist aus der Insolvenz des Vorgängerbetriebs hervorgegangen. Es trägt sogar noch den alten Namen, wie Gemeindedirektor Mike Schmidt auf Anfrage mitteilte. De facto handelt es sich aber um eine neue Firma. Und allein aus diesem Grund konnte die Gemeinde es weder von der Ausschreibung für die Rehrwieher Straße ausschließen, noch dessen Angebot ignorieren.

Hohnhorst kann das Unternehmen nicht von der Ausschreibung ausschließen

Selbst wenn es sich noch um das alte Unternehmen handeln würde, hätte Hohnhorst keine Handhabe jeglicher Art auf Grundlage der Vorkommnisse in der Kurstadt gehabt. Denn die Auftraggeber sind zwei unterschiedliche Kommunen. Lediglich wenn ein negativ aufgefallenes Unternehmen eine weitere Baumaßnahme in ein und derselben Kommune übernehmen möchte, kann deren Politik dies unter bestimmten Voraussetzungen verhindern. Paradox: Bad Nenndorfs Stadtdirektor und Hohnhorsts Gemeindedirektor sind ein und dieselbe Person: Verwaltungschef Schmidt.

Dieser möchte nun aber nicht gleich im Vorfeld schon den Stab über dem neuen Unternehmen brechen, von dem er nicht genau weiß, inwiefern dort noch dasselbe Personal tätig ist. Bei den Arbeiten an der Kampstraße war es seinerzeit auch ein Problem gewesen, dass ausländische Arbeiter, teils von Subunternehmen, kaum ein Wort deutsch sprechen konnten und eine Kommunikation mit dem Bauamt daher so gut wie unmöglich war.

Nur ein Angebot wurde abgegeben

Das Angebot der Firma mit Sitz im Landkreis Schaumburg war das einzige, das die Gemeinde durch die Ausschreibung hereinbekommen hat. Allerdings betont Schmidt, dass dessen Kostenaufstellung nahe an der Ausschreibungssumme liegt. Mit etwa 200 000 Euro an Baukosten rechnet die Gemeinde. In Rehrwiehe sollen unter anderem Bürgersteige erneuert werden. Ferner ist ein Platz mit Bänken und Bäumen vorgesehen.

Auch das planende Ingenieurbüro ist dasselbe wie bei der Bad Nenndorfer Kampstraße. Bürgermeister Cord Lattwesen und Schmidt wollen nun Wert darauf legen, dass dessen Mitarbeiter eine möglichst genaue Bauaufsicht führen.

Nicht nur in der Kampstraße gibt es Probleme

Nicht nur an der Kampstraße, wo die letzten Schäden am Pflaster noch immer nicht behoben sind und nach wie vor aus Sicherheitsgründen Tempo zehn gilt, hatte das besagte Vorgänger-Unternehmen offenbar mangelhaft gearbeitet. Auch für Probleme an der Bahnhofstraße und an der Hauptstraße, wo das neue Pflaster bereits hell verfärbt ist, macht die Stadt die Firma verantwortlich.

Kurz bevor die Pannenserie an der Kampstraße einsetzte, hatte die Verwaltung der Stadt Rodenberg mit dem Unternehmen zu tun gehabt. Eine saftige Verzögerung und einige kleinere Baumängel waren bei der Umgestaltung der Bushaltestelle am Grünen Baum entstanden. gus