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Samtgemeinde Nenndorf Europawahl: SPD erlebt Desaster in Nenndorf und Rodenberg
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Europawahl: SPD erlebt Desaster in Nenndorf und Rodenberg
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00:20 31.05.2019
In den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg hängen die SPD-Fahnen auch nach dem Debakel nicht auf Halbmast.
In den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg hängen die SPD-Fahnen auch nach dem Debakel nicht auf Halbmast. Quelle: dpa
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NENNDORF/RODENBERG

Nein: Denn auf die Kommunalpolitik sei das Resultat nicht zu münzen. Schönreden mögen die verheerenden Ergebnisse aber weder Janisch noch sein Nenndorfer Pendant Ingo Knieper.

In der eigentlich tiefroten Samtgemeinde Rodenberg lag die SPD nicht nur deutlich hinter der CDU sondern mit 23,42 Prozent praktisch gleichauf mit den Grünen (23,36). In Nenndorf war der Abstand zur CDU noch größer, und die Grünen (22,95) landeten sogar vor der SPD (21,76).

Firdays for Future mitentscheidend

„Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben in den Strukturen machen“, sagt Janisch. In Schockstarre verfalle aber niemand. Die Positionen der SPD für Europa seien nicht zu den Akteuren vor Ort transportiert worden. Aus seiner Sicht hat das Thema Ökologie mit den Fridays for Future gezogen.

In der Samtgemeinde Rodenberg sei die SPD in der Umweltpolitik eigentlich weit vorn. Auch die Bundes-SPD habe großen Anteil am aktuellen Klimaschutzpaket. „Das wird aber nicht so kommuniziert“, glaubt Janisch. Positiv bewertet er die hohe Wahlbeteiligung und dass am rechten Rand weniger Stimmen abgegeben wurden als befürchtet.

AfD nicht so stark wie befürchtet

Knieper sieht es ähnlich: Unzufriedenheit ob des SPD-Ergebnisses – Erleichterung mit Blick auf die AfD. Er geht davon aus, dass auch die Baugebietsdiskussion, bei der die Grünen auf die Bremse traten, eine Rolle gespielt hat. In den Wahllokalen in betroffenen Bereichen sei deren Ergebnis noch besser als im Durchschnitt ausgefallen.

Bei der Kommunalwahl 2021 erwartet Knieper aber eine andere Stimmenverteilung. „Wir machen vor Ort gute Arbeit zum Beispiel bei der Kinderbetreuung und der Stadtsanierung“, betont er.  gus