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Samtgemeinde Nenndorf Haste, Hohnhorst, Suthfeld: Bürger sammeln Gestaltungsideen
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Haste, Hohnhorst, Suthfeld: Bürger sammeln Gestaltungsideen
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00:25 17.06.2019
Rund 80 Bürger erarbeiten im Bürgerhaus Haste Ideen für die Entwicklung einer Dorfregion Haste-Hohnhorst-Suthfeld. Quelle: bor
Haste

„Wir sind beeindruckt“, erklärte Moderatorin Karolin Thieleking vom Büro „KoRiS – kommunikative Stadt und Regionalplanung“ zum Ende des Abends. Aus den von den Bürgern erarbeiteten vielfältigen Ideen ergebe sich ein Bild, das einen Weg in die Zukunft für die beteiligten Ortschaften weise.

Auch Privatleute können sich um Fördergeld bewerben

Gemeinsam mit Karin Bukies und Harald Meyer vom Büro Stadtlandschaft führte Thieleking durch die Veranstaltung, die ein Baustein im Verfahren zur Erstellung des Antrages für die Aufnahme in das Programm des Landes Niedersachsen ist. Gelingt es, winken Fördergelder sowohl für die Verwirklichung von öffentlichen Projekten als auch für Privatleute. Der Haster Bürgermeister Sigmar Sandmann erklärte, dass sich die drei Gemeinden zur Antragsstellung als gemeinsame Dorfregion entschlossen hätten, weil sie darin höhere Erfolgsaussichten sehen würden als in Einzelbewerbungen.

Unter Anweisung der Teams der beiden Büros formulierten die Bürger eingeteilt in Arbeitsgruppen zunächst Stärken und Schwächen der Region in der Gegenwart, bezogen auf die im Programm vorgesehenen Handlungsfelder. In einer zweiten Runde ging es um Zielsetzungen und Projektideen für das Jahr 2030. Die Ideen stellten die Gruppen im Plenum vor. Zum Abschluss konnten sie von den Beteiligten nach ihrer Bedeutung gewichtet werden.

Große Schwäche ist der Mangel an Gastronomie

In den Überlegungen der Gruppen kristallisierten sich viele ähnliche Schwerpunkte bei der Benennung der Probleme und der Lösungsmöglichkeiten heraus. Als Schwäche und entsprechend wichtiges Handlungsfeld stellten die Anwohner beispielsweise einen Mangel an gastronomischen Angeboten heraus und regten deshalb hier eine Verbesserung sowie die Schaffung von Treffpunkten zur Begegnung an.

Karolin Thieleking vom Büro „Koris“ sammelt die Vorschläge und Einschätzungen der Bürger an Schautafeln.

Sei über den Bahnhof in Haste und das Straßennetz die überörtliche Verkehrsanbindung eigentlich gut, mangele es an Mobilitätsangeboten in den anderen Ortschaften und den Verbindungen zwischen diesen.

Modelle wie ein Bürgerbus und die Verbesserung des Radwegenetzes waren wichtige Forderungen, um hier Abhilfe zu schaffen. Eine Attraktivitätssteigerung von Dorfmittelpunkten, Verkehrssicherheit, Verbesserung der Ärzteversorgung, die Belebung von Bahnhof und Bahnhofsvorplatz in Haste und viele weitere Ansätze kamen hinzu.

Erfolgsaussichten für Antrag schwer einzuschätzen

Das Büro Stadtlandschaft wird diese in die Antragserstellung mit einbringen neben weiteren Bausteinen wie den vom Büro erstellten Analysen und Einschätzungen sowie den von den beteiligten Gemeinden als vordringlich betrachteten Vorhaben. Die Erfolgsaussichten des bis zum 1. August einzureichenden Antrags seien schwierig einzuschätzen, so Karin Bukies.

Günstige Voraussetzungen für eine Förderung seien, dass zwischen den Gemeinden bereits eine gewisse Verbundenheit bestehe, dass herausfordernde Probleme wie beispielsweise die Planungen von K+S zur Flutung des Stollens zu bewältigen seien sowie die hohe Beteiligungsbereitschaft der Bürger. Diese habe sich erneut in der Veranstaltung gezeigt und werde für den Antrag dokumentiert, so Bukies. Von Bastian Borchers