SPD will Kita in Suthfeld: Elternwunsch nach ortsnaher Betreuung
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Samtgemeinde Nenndorf SPD will Kita in Suthfeld: Elternwunsch nach ortsnaher Betreuung
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15:21 13.12.2019
Quelle: Symbolbild, dpa
Samtgemeinde Nenndorf

Die Nenndorfer SPD macht sich für den Bau einer Kindertagesstätte in der Gemeinde Suthfeld stark. In einer Pressemitteilung begründen die Sozialdemokraten dies unter anderem mit dem Wunsch von Eltern nach ortsnaher Betreuung. Auch der Verkehr nähme weniger stark zu.

Sieben Kita-Gruppen fehlen

Hintergrund des SPD-Vorstoßes ist, dass die Gemeinde Suthfeld nach längerer Suche ein Grundstück für eine Kita gefunden hat. Bis dahin hatte nur die Gemeinde Hohnhorst der Samtgemeine ein Areal für eine solche Einrichtung zur Verfügung stellen können. Daher war der Plan gereift, dort gleich eine sechs Gruppen umfassende Kita an statt einer solchen mit vier Gruppen zu bauen.

Die aktuelle Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in der Samtgemeinde schreibt sich die SPD auf ihr Konto gut, da sie das entsprechende Konzept dazu vorgelegt habe. Nach Berechnungen der Verwaltung mangelt es an sieben Gruppen, genauer: vier Krippen- und drei Kindergartengruppen.

Der Wunsch der Eltern: Ortsnahe Betreuung

„Bisher war Beschlusslage, eine Einrichtung, bestehend aus drei Regelgruppen und einer Krippengruppe, in den Nordgemeinden der Samtgemeinde zu bauen. Diese Kita soll auf Vorschlag der SPD Hohnhorst im Scheller Ecke Kirchweg/Feldweg entstehen und von der Klax Niedersachsen gGmbH gebaut und betrieben werden“, schreiben die Sozialdemokraten. Parallel wollte die Verwaltung mit den Gemeinden Haste und Suthfeld ins Gespräch kommen, um nach einem Grundstück für eine zweite Einrichtung zu suchen.

Bei den Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2019/20 war Geld für die Planung der zweiten Kita eingestellt worden. Den zwischenzeitlichen Vorstoß der Samtgemeindeverwaltung, auf dem Grundstück im Scheller von der Klax eine sechsgruppige Kita in einem doppelgeschossigen Gebäude errichten zu lassen, sieht die SPD nun für überholt an.

Mehr zum Thema: Kita-Grundstück: Streit um 11.000 Euro - Hohnhorst zahlt Geld an Samtgemeinde zurück

Die Sozialdemokraten hatten bereits in der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses deutlich gemacht, dass eine Verteilung von Kitas auf alle Gemeinden dem Wunsch der Eltern nach ortsnaher Betreuung näherkommt. Die SPD stehe auch weiter hinter dem in der Samtgemeinde verfolgten Konzept der dezentralen Kinderbetreuung, nachdem in jeder Gemeinde mindestens eine höchstens viergruppige Kita betrieben wird.

Helsinghäuser Kindergarten muss mit einbezogen werden

Des Weiteren dürfe eine Kita nach den Bestimmungen des Niedersächsischen Kindertagesstätten-Gesetz maximal fünf Gruppen beherbergen. Es müsste eine Sondergenehmigung eingeholt werden, was die SPD mittlerweile für unnötig hält. Die Sozialdemokraten fordern, es im Scheller bei einer viergruppigen Einrichtung zu belassen und in der Gemeinde Suthfeld eine weitere drei- bis viergruppige Einrichtung zu errichten.

Der Helsinghäuser Kindergarten soll in die Planung mit einbezogen werden. „Diese bisher eingruppige Einrichtung wäre ansonsten mittelfristig stark in der Existenz gefährdet“, glaubt die SPD. Eine weitere Einrichtung in Suthfeld trüge auch den Bedenken hinsichtlich zunehmenden Verkehrs im Scheller Rechnung, der bei einer sechsgruppigen Einrichtung zunehmen würde. von Guido Scholl

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