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Suthfeld Schäden am Ehrenmal - trotzdem sind manche gegen die Sanierung
Schaumburg Nenndorf Suthfeld Schäden am Ehrenmal - trotzdem sind manche gegen die Sanierung
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18:14 07.06.2019
Das Pflaster rund um das Ehrenmal weist erhebliche Schäden auf – trotzdem sind nicht alle im Ort für eine teure Sanierung. Quelle: gus
RIEHE

Ein lilienförmig angelegtes Natursteinpflaster soll künftig zu den drei Gedenkstelen führen. Seitlich eingefasst wird dieses jeweils von zwei Reihen dunkler Basaltsteine. Anlass für das Vorhaben sind erhebliche Schäden am jetzigen Untergrund. Der Zustand ist so desolat, dass die Gemeinde den Zugang absperren lassen will.

Das neue Pflaster wird so verlegt, dass auf dem Gelände keine Stufe mehr nötig ist – ganz behindertengerecht wird die Sache dennoch nicht, weil die Stufe am Eingang bleiben muss. Sonst würde die Steigung des neuen Pflasters mehr als sechs Prozent betragen, was ebenfalls unzulässig im Sinne der Barrierefreiheit wäre.

Mas tun mit den Tuja-Hecken?

Offen ist noch, was mit den Tuja-Hecken rechts und links neben dem jetzigen Pflasterbereich passiert. Möglich ist laut Bürgermeisterin Katrin Hösl (SPD), die Gewächse zu verpflanzen. Dies stieß auf Zuspruch aus der CDU-Fraktion, die verhindern möchte, dass das Areal nach der Sanierung allzu schmucklos wirkt.

Ziel ist es, im Oktober mit den Pflasterarbeiten durch zu sein, damit das Denkmal zum Volkstrauertag wieder benutzbar ist. Im Herbst soll auch über die Hecken befunden werden. Sollten diese vor Ort bleiben, würden sie aber an die leicht gerundeten Seiten des Pflasters angeglichen werden.

10.000 Euro stehen bereit

Im Haushalt stehen für die Maßnahme 10.000 Euro bereit. Doch die werden wohl nicht benötigt, weil ein Angebot über 7500 Euro ohne Heckenverpflanzung vorliegt. Daher soll auch ein ökologisches Ausgleichsgelände für die in den zurückliegenden Jahren entstandenen Wohnhäuser am Ortsrand Riehes in Richtung Waltringhausen vorbereitet und gestaltet werden. Dies ist offenbar seit einiger Zeit überfällig.

Nicht alle Beobachter halten die Sanierung des Denkmals für notwendig. Seitens des TuS Riehe hatte es den Vorschlag gegeben, das Pflaster gründlich zu reinigen und die Schäden punktuell zu beheben. Dies hätten Vereinsmitglieder übernommen. Das eingeplante Geld hätte dann für andere Dinge verwendet werden.

Die Vereinsvorsitzenden aus Riehe hatten zudem auf eine Einladung gehofft, um vor einer Entscheidung zu dem Thema Stellung zu nehmen. Nun wollen die ehrenamtlichen Helfer künftig auch keine Pflegearbeiten mehr übernehmen, hieß es.

Guido Scholl