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Lauenhagen Jugendfeuerwehr findet 250 neue Knochenmarkspender
Schaumburg Niedernwöhren Lauenhagen Jugendfeuerwehr findet 250 neue Knochenmarkspender
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19:09 08.08.2019
Wattestäbchen rein, ran an die Wange, Wattestäbchen raus: Helfen kann so leicht sein. Quelle: rg
Lauenhagen

In einem Zeltlager geht es um Spaß und Spiel, Freude und Gelächter. Das gilt im Prinzip auch für das Zeltlager, das die Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren in dieser Woche auf dem Sportplatz in Lauenhagen abhalten. Am Mittwoch drehte sich jedoch für ein paar Stunden alles um ein sehr ernstes Thema – wenn man so will: um Leben und Tod.

Leben von Leukämie-Kranken retten

Die Organisatoren des Zeltlagers hatten alle Teilnehmer dazu aufgerufen, Stammzellen zu spenden. Diese Spenden können die Leben von Leukämie-Kranken retten. Dafür ist es lediglich nötig, per Wattestäbchen Speichelproben zu entnehmen. Die Methode heißt „Wangenabstrich“.

Reserviert hatten die Verantwortlichen des Zeltlagers dafür am Mittwoch die Zeit von 15 bis 21 Uhr. „So gegen 20 Uhr waren unsere 250 Stäbchen ausverkauft“, sagt Jannik Bade, der zum Organisatorenteam des Zeltlagers gehört.

100 Pakete nachbestellt

Die fachliche Seite der Spende hatte der Sanitätsdienst des Zeltlagers übernommen, den Philipp Hofmann leitet. Schon zu Beginn der Woche hatten sich erste Spender bei seinem Sani-Trupp gemeldet, am Mittwoch folgte dann der große Ansturm. Weil sich immer noch Jungen und Mädchen meldeten, die Stammzellen spenden möchten, wurde für den heutigen Freitag ein zweiter Termin angesetzt. „Wir haben 100 Spenden-Pakete mit Wattestäbchen nachgeordert“, sagt Bade.

Die Stammzellen-Spenden, die die Teilnehmer am Zeltlager abgegeben haben, sind sofort an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) geschickt worden. Die Spenden sind oft an die Schicksale einzelner Leukämiekranker geknüpft, die unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit nach den passenden Stammzellen suchen. „Wir haben uns gedacht, dass man das mal ohne einen solchen Anlass veranstalten kann“, sagt Zeltlager-Mann Jannik Bade.

Von Arne Boecker