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Lauenhagen Lauenhagen soll Krippe bekommen
Schaumburg Niedernwöhren Lauenhagen Lauenhagen soll Krippe bekommen
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15:45 27.04.2018
SAMTGEMEINDE NIEDERNWÖHREN

Das hat sich im Schul- und Kindergartenausschuss des Samtgemeinderates herauskristallisiert. Sowohl die Verwaltung als auch die Mehrheit des Ausschusses favorisieren die günstigste Variante.

Diese wäre laut Verwaltung am Standort Lauenhagen umsetzbar, wo ein Raum mit 60 Quadratmetern angebaut werden würde. Für die Schaffung dieser neuen Plätze für Kinder bis zu drei Jahren gibt es eine Förderung vom Land.

Drei Standorte in engerer Auswahl

„Es ist so, dass der Bedarf ständig steigt und es ist abzusehen, dass wir weitere Krippenplätze benötigen“, führte Ausschussvorsitzende Sabine Druschke (SPD) in das Thema ein. Deshalb habe sich die Verwaltung „jeden Standort angesehen“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse, dass es die Möglichkeiten von An- und Neubauten gebe.

Die drei Standorte Nordsehl, Abenteuerland in Niedernwöhren und der Lauenhäger Kindergarten seien dann in die engere Auswahl gekommen.

Während bei Nordsehl und Niedernwöhren die Baukosten im mittleren sechsstelligen Bereich liegen würden, schätzt die Verwaltung, in Lauenhagen mit rund 120.000 Euro eine Krippengruppe einrichten zu können.

Reine Vormittagsgruppe

„Der Anbau von einem Raum lässt sich besser organisieren als ein ganzer Anbau“, nannte Busse einen weiteren Grund, sich für Lauenhagen zu entscheiden. Des Weiteren sei dies dann eine reine Vormittagskrippe, die in das Gesamtangebot passe.

Das beratende Mitglied Petra von Berlepsch wollte keine Ad-hoc-Entscheidung, sondern riet, „vorausschauend zu planen“ und die Geburtenzahlen der einzelnen Gemeinden im Auge zu behalten.

„Wenn ganz viele Kinder aus Meerbeck kommen, nützt es nichts, wenn wir eine Krippe in Lauenhagen haben“, schlug sie vor, zunächst den Bedarf genau zu analysieren. „Im laufenden Geschäft müssen wir schon Absagen erteilen“, wies Busse darauf hin, dass die Situation zurzeit bereits angespannt ist.

Mangel an U-3-Betreuung

„Vom Landkreis und der Samtgemeinde wird definitiv ein Mangel an U-3-Betreuungsplätzen gesehen“, erklärte Hauptamtsleiter Sebastian Kühn. „Das, was wir vor eineinhalb bis zwei Jahren vorausgesagt haben, hat sich mehr als bewahrheitet.“

Was den Standort und die Verteilung der Kinder betrifft, müsse die Samtgemeinde als Ganzes betrachtet werden.

Eine Gegenstimme

Bis auf die Gegenstimme von Simone Schäfer (WGN), die die „schlecht vorbereitete“ Vorlage kritisierte, weil sie „keine Zahlen“ enthält, und die Nordsehl als zentralen Standort bevorzugte, stimmte der Ausschuss für den Vorschlag.

Von Berlepsch riet, so zu planen, dass die Krippe gegebenenfalls die Betreuungszeit über den Mittag hinausausweiten kann. Kindergartenleiterin Sylvia Frödrich hatte angedeutet, dass Eltern dies inzwischen wünschen. bab