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Lauenhagen Storchen-Premiere in Lauenhagen
Schaumburg Niedernwöhren Lauenhagen Storchen-Premiere in Lauenhagen
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17:02 26.06.2019
Wie schnell die Zeit vergeht! Das linke Foto hat Gerhard Korte vor vier Wochen, das rechte in dieser Woche geschossen. Quelle: Korte
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Lauenhagen

Seinerzeit hatte Korte beschlossen, dass Lauenhagen auf die Karte der Storchenstandorte gehört. Von einem Bekannten bekam er einen hohen Mast, den er in einem anderthalb Meter hohen Fundament versenkte. Obendrauf kam ein Wagenrad, das Korte mit Zweigen beflocht, bevor er Rasensoden und Pferdemist drauflegte. Die Bewohner sollten es derart weich und gemütlich haben, dass sich Nachwuchs nahezu von selbst einstellt. Zum Schluss spritzte er Kalkfarbe als Kot-Ersatz ins Nest, damit es benutzt aussieht.

Sehnsüchtig behielt Gerhard Korte in den Frühjahren das Nest im Blick, das gegenüber Seuines Hauses thront. Zwar saßen gelegentlich Störche auf dem Mast, „aber das waren durchreisende Junggesellen“, erinnert sich Korte.

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Mitte März dieses Jahres streiften gleich vier Störche durch Lauenhagen, davon ein Männchen, das das Nest bewohnte. Unter den drei Störchinnen, die auf den Wiesen nach Fröschen suchten, „hat er sich eine Gefährtin ausgesucht“, sagt Korte.

Nilgänse besetzen Storchen-Wohnung

Am 16. April hat die große Brüterei begonnen, wie Korte aus dem Dachfenster bebachten konnte. Wie viele Eier im Nest lagen, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Korte hegt den Verdacht, dass zwei Nilgänse, die zwischenzeitlich die „Wohnung“ der Störche besetzt hielten, Eier zerstört haben. „Ich bin dann rüber zum Mast und habe so laut wie möglich mit Stöcken geklappert, bis die Gänse verscheucht waren.“ 33 Tage brüten Störche in der Regel, Mitte Mai war der Bevölkerungszuwachs für Lauenhagen vollzogen.

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Die Störche gehören inzwischen zum Dorfbild. Wenn Heumahd ist, sind sie unterwegs, sie strolchen aber auch über die Wiesen, die Richtung Nordsehl liegen.
Gerhard Korte freut sich, dass es vor seiner Haustür endlich geklappt hat. Gleichzeitig fühlt er mit einem Bekannten aus Hülshagen, der auch seit Jahren versucht, Störche auf das Wagenrad zu bekommen, das er in luftiger Höhe angeschraubt hat. „Wird schon werden“, macht ihm Korte. Er weiß, wovon er spricht. ab