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Lauenhagen Zwergenburg: Ein Anbau für die ganz Kleinen
Schaumburg Niedernwöhren Lauenhagen Zwergenburg: Ein Anbau für die ganz Kleinen
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16:57 22.01.2019
Der rechte Gebäudeteil wird an den bestehenden Kindergartenkomplex angebaut und bekommt einen separaten Eingang. Trotzdem sind die Gebäudeteile untereinander verbunden. Quelle: Planungsbüro Bade
Lauenhagen

Nachdem Einvernehmen mit der Lauenhäger Kirchengemeinde erzielt worden war, die 400 Quadratmeter Grundstück für diese Zwecke an die Gemeinde verkaufte, hat die Gemeinde noch andere Kindergärten besichtigt und mit Personal und Rat die Details abgestimmt. Nun ist der endgültige Plan beim Landkreis eingereicht worden.

Wenn der Antrag genehmigt ist, will die Gemeinde mit dem Bau loslegen. Die neue Krippe wird später 15 Plätze für Kinder unter drei Jahren vorhalten.

Der neue Gebäudekomplex passt sich optisch und funktional an den Kindergarten an. „Wir haben auch denselben Architekten genommen“, sagt der Ratsherr und zweite stellvertretende Bürgermeister Harald Tielking, der auch erklärt, dass ein separater Eingang für die Krippe geschaffen wird. Dennoch gebe es eine Verbindung zwischen den Gebäudeteilen. Bürgermeister Siegbert Krickhahn, der im Erdgeschoss des Kindergartens das Gemeindebüro hat, räumt aus Platzgründen den Raum, der dann noch für die Zwergenburg benötigt wird.

Wie Lauenhagens Gemeindedirektor Sören Schütte, Krickhahn und Tielking erklären, werde der Anbau eine Grundfläche von rund 110 Quadratmetern haben. In dem Trakt wird unter anderem ein 45 Quadratmeter großer Gruppenraum entstehen, ein Vorraum, der multifunktional sein soll, sanitäre Anlagen und ein 19 Quadratmeter großer Ruheraum. Direkt hinter dem Eingang soll eine Schleuse entstehen, und ein Zugang zu einem Abstellraum ist geplant. Die Gemeinde rechnet damit, dass Eltern teilweise Transportmittel wie Kinderwagen während der Betreuungszeit vor Ort lassen wollen und schafft dafür Abstellmöglichkeiten.

Planung mit Spielraum

„Wir haben zukunftsorientiert geplant“, sagt Tielking im Hinblick auf den Ruheraum. Sollten die Öffnungszeiten, die momentan auf halbtags beschränkt sind, einmal verlängert werden, seien die Ruhemöglichkeiten vorhanden, die dann benötigt werden. „Deshalb wird es für uns etwas teurer werden“, erklärt Tielking, „aber wir wollen ein Dorf sein, das seine Infrastruktur verbessert. Das ist eine Chance für uns.“ Er betont, das der Beschluss dazu einstimmig im Rat gefasst wurde. Diese Einstimmigkeit verfolgt die Gemeinde bereits seit der Kommunalwahl, zu der alle Kandidaten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit auf einer Einheitsliste angetreten waren.

„Wir haben aber eine Grenze eingezogen“, weist Tielking darauf hin, dass die Gemeinde die Investitionskosten von 320.000 Euro nicht überschreiten wolle. Die entsprechende Haushaltsposition weise vorsichtshalber aber noch einen Puffer auf. 350.000 Euro wurden für dieses Vorhaben eingestellt. Für jeden der 15 neu geschaffenen Krippenplätze gibt es nach Auskunft Schüttes 12.000 Euro Förderung vom Land Niedersachsen.

Für das Geld, das Lauenhagen investiert, soll sogar noch ein Personalraum herausspringen. Denn das Dachgeschoss könnte zum Teil genutzt werden, sagt Krickhahn. Mit der Kirchengemeinde, die auch Trägerin des Kindergartens ist, wurde vereinbart, dass Krippe und Kindergarten unter eine gemeinsame Leitung gestellt werden.

Die Gemeinde hat nur einen groben Zeitplan für das Bauvorhaben, denn es gibt noch zu viele Unbekannte im Ablauf. Die Ausschreibungen müssen erfolgreich sein, und die Angebote müssen sich in dem finanziellen Rahmen bewegen. Auf jeden Fall soll mit dem Bau dann baldmöglich begonnen werden. Ob die Fertigstellung aber 2019 schon klappt, sei nicht sicher. Auf jeden Fall sollen die Kinder aus der Samtgemeinde Niedernwöhren spätestens zum 1. August 2020 in die neue Lauenhäger Krippe einziehen können.

Von Babette Jakobs