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Meerbeck Schützenhaus unter Wasser
Schaumburg Niedernwöhren Meerbeck Schützenhaus unter Wasser
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16:59 07.06.2019
Der Bauausschuss schaut sich die Entwässerungsanlagen an der Gehle an. Quelle: ab
Meerbeck

Diskutiert wurde lediglich darüber, wie man Ein- und Ausstieg in das Rohrsystem kindersicher macht. Die Erneuerung des Regenwasserkanals in der Gallhöfer Weide zählt zu den größten Investitionen, die die Gemeinde Meerbeck in den vergangenen Jahren angegangen ist. 250000 Euro wird die Maßnahme alles in allem kosten. „Es ging aber wirklich nicht mehr anders“, sagte Bürgermeisterin Sabine Druschke, „wir schieben das Thema schon seit Jahren vor uns her.“ Hintergrund: Wenn es zu einem Wetterereignis kommt, das man heutzutage Starkregen nennt, liegt das Schützenhaus mitten in einem See. Weil die Häufigkeit dieser Starkregen offensichtlich zunimmt, musste jetzt eine Baufirma ran.

Anfang Mai hat sie damit begonnen, auf einer Länge von etwa 150 Metern den Kanal zu erneuern, der das Regenwasser vom Schützenhaus in die Gehle führt. „Wir liegen gut im Plan“, freute sich Torsten Buhl (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses. Der Baufirma hatte man eine Frist bis September in den Vertrag geschrieben, wahrscheinlich wird sie noch im Juli fertig. „Die arbeiten sehr gut und ordentlich“, meinte Buhl.

Kanalstück abgesackt

Abwasserverband und Stadtwerke nutzen das aufgegrabene Erdreich, um ein paar Dinge im Untergrund zu erledigen. Der Verband hat ein Stückchen Kanal repariert, das im Laufe der Jahre abgesackt war, so dass es plattgedrückt wurde. Die Stadtwerke haben vorsorglich Leerrohre eingelassen, in die man später mal Leitungen ziehen kann. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Straße gepflastert.

Den Ein- und den Ausgang (an der Gehle) des Regenwasserkanals schauten sich die Mitglieder des Ausschusses besonders genau an. Die Frage war, ob man Gitter braucht, um Kinder davon abzuhalten, in das Rohr (Durchmesser: etwa 50 Zentimeter) zu krabbeln. Mehrheitlich war man schließlich der Meinung, dass diese Vorsichtsmaßnahme unumgänglich ist, auch wenn sie dem Bauhof Mehrarbeit beschert, weil sich an den Gittern Laub und anderes Treibgut verfängt.

Von Arne Boecker