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Meerbeck Seggebruchs Zukunft am Dorfrand
Schaumburg Niedernwöhren Meerbeck Seggebruchs Zukunft am Dorfrand
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19:11 08.03.2019
Stürmische Entwicklung: Mike Harste (von rechts), Immobilien-Chef der Volksbank Schaumburg, freut sich mit Gemeindedirektor Ditmar Köritz und Bürgermeister Jörn Wittkugel über das neue Baugebiet. Quelle: ab
Seggebruch

Ihren Optimismus ließen sich die Bauherren auch nicht dadurch trüben, dass Frühlingsstürme über das Areal fegten. Die gute Laune hat einen Grund: Von den 16 Grundstücken, die „Im Cronsbruche II“ vermarktet werden, haben sich Interessenten elf reservieren lassen, vier Käufe sind bereits beurkundet. „Das ist ein absolutes Erfolgsmodell“, freute sich Harste. „Die Sache läuft“, assistierte Gemeindedirektor Ditmar Köritz.

Der Immobilien-Experte erklärte sich die Attraktivität des Baugebiets unter anderem mit der „ländlichen Idylle“ und mit der „guten Infrastruktur in Seggebruch“, dazu zähle die nahe Bahn. „Die Leute sind bauwillig“, sagte Harste, „das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Zinsen niedrig bleiben.“

„Im Cronsbruche II“ ist man auf zusätzliches Interesse eingerichtet. Auf der anderen Straßenseite ist Platz für 16 weitere Grundstücke. „Die Nachfrage nach gut geschnittenen Grundstücken in attraktiven Lagen hält“, so Harste.

96 Euro pro Quadratmeter

Die Grundstücke, die jetzt vermarktet werden, sind zwischen 600 und 690 Quadratmeter groß, sie werden zum Preis von 96 Euro pro Quadratmeter angeboten. Seggebruchs Bürgermeister Jörn Wittkugel erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Grundstücke „Im Cronsbruche/Eschenweg“, die auch schon die Volksbank vermarktet hatte, noch für 70 Euro weggegangen waren. „Die Bau- und die Erschließungspreise explodieren tatsächlich“, sagte Mike Harste, „diese Entwicklung ist in ganz Deutschland zu beobachten.“ Gemeindedirektor Ditmar Köritz legte Wert auf die Feststellung, dass man in Seggebruch „vom Preis her noch gut liegt, das beweist das Interesse an den Bauplätzen“.

Wie wichtig neue Baugebiete für Gemeinden sind, zeigt eine Maßnahme, mit der Seggebruch Ansiedlungswillige unterstützt. Die Gemeinde zahlt Familien für jedes Kind, das unter zwölf Jahre alt ist, eine Prämie von 2500 Euro.

Der Zuschuss dürfte sich auf lange Sicht auszahlen. Die größte Einnahmequelle für Gemeinden sind Anteile an der Einkommenssteuer.

Von Arne Boecker