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Samtgemeinde Niedernwöhren Fehlende Radwege, zu viele Sportstätten
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Fehlende Radwege, zu viele Sportstätten
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00:19 16.06.2018
Anja-Manuela Korf vom Planungsbüro Kirchner lässt sich die Pollhäger Strukturen erläutern. Quelle: bab
Lauenhagen/Nordsehl/Pollhagen

Bürger und Ratsvertreter haben sich im Zuge der Vorbereitung auf einen sogenannten Dorfspaziergang mit Anja-Manuela Korf und Sabine Scherer vom Planungsbüro Kirchner begeben.

Bei der Tour stellte sich vor allem ein Anliegen heraus, das den lang gezogenen Hagenhufendörfern gemeinsam ist: Land- und Kreisstraße ziehen sich durch die Orte und fehlende Radwege machen den Menschen Sorgen. Allen drei Gemeinden liegt zudem am Herzen, dass die Strukturen ihrer geschaffenen Dorfplätze erhalten bleiben und aufgewertet werden.

Pflege der Sportstätten zu aufwendig

Auf der anderen Seite kämpfen die Orte mit zu viel Platz, denn Sportstätten und Spielfelder sind in über ausreichendem Maße vorhanden, werden aber teilweise wenig oder nicht bespielt und sind deshalb vom Pflege- und Bewirtschaftungsaspekt gesehen zu aufwendig. Ein weiteres zentrales Thema ist die Schaffung von Seniorenwohnanlagen.

„Was wir unbedingt brauchen, ist ein Radwegenetz“, sagte Lauenhagens Bürgermeister Siegbert Krickhahn, der durch seinen Ort führte. In Nordsehl würde sich nicht mal der Bürgermeister Adolf Deterding mit dem Fahrrad auf die Kreisstraße 28 trauen, wie er selbst zugab. Und dort mündet der sogenannte Stadtweg ein, der gerne von Spaziergängern und Radfahrern genutzt wird, die aber an der Kreisstraße eine gefährliche Situation vorfänden.

Radweg am Kanal in schlechtem Zustand

Der Pilgerweg von Loccum nach Volkeroda, auf den sich nach Auskunft von Pollhagens Pastor Uwe Herde etliche Gläubige machten, führe dort außerdem entlang. Die Pollhäger finden es außerdem schade, dass der Radweg am Kanal in einem schlechten Zustand ist. Pollhagens Bürgermeister Friedrich Möller teilte aber auch mit, dass es dort „häufig den Ruf nach einem barrierefreien Dorfgemeinschaftshaus“ gebe und ebenso wie in Nordsehl stehe die Zukunft großer landwirtschaftlicher Gebäude in den Sternen.

Ältere Menschen, die jetzt noch die großen Anwesen bewohnen, wollen die Bürgermeister eine Gelegenheit bieten, auch im Alter im Dorf bleiben zu können, wenn sie die Grundstücke nicht mehr bewirtschaften können. Möller ist aber auch klar: „Es kann nicht jeder Ort Seniorenwohnen anbieten. In Nordsehl könnte sich in dieser Hinsicht bald etwas tun, wie Deterding berichtete. Die ehemalige Gaststätte gegenüber dem Dorfplatz werde privat umgebaut und vielleicht sollen dort auch Möglichkeiten für Seniorenwohnen entstehen.

Workshops folgen

Einig sind sich alle, dass die Gemeinden mit ihren Vereinen über die Zukunft der Sportstätten reden müssen. Durch die entstandenen Fußball-Spielgemeinschaften werden die Plätze nicht mehr alle voll bespielt und dafür müsse es Lösungen geben, finden die Vertreter der Dörfer.

Der Spaziergang diente dazu, die Schwerpunktbereiche aus der vorangegangenen Umfrage nachzuvollziehen und örtliche Besonderheiten zu besichtigen. Weitere Vorbereitungen für die Bewerbung zur Dorfentwicklung gibt es in den öffentlichen Workshops am Dienstag, 19., und Donnerstag, 28. Juni. Ort und Zeit werden noch mitgeteilt. bab