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Wiedensahl Nachfolgerin für Busch-Museen gefunden
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Nachfolgerin für Busch-Museen gefunden
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18:27 12.04.2019
Wiedensahl

Die 34-jährige Frauke Quurck stammt aus dem hessischen Bad Homburg. Sie ist Kunsthistorikerin/Kulturanthropologin. In ihrer Heimat hat sie unter anderem die kommunalen Museen in Hochheim am Main geleitet. Seit zwei Jahren lebt sie in Bad Nenndorf, hat als Referentin für die dortige Bundeszentrale der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gearbeitet.

Mit Quurcks Arbeitsbeginn endet die Amtszeit von Benjamin Tillig, der wiederum die Leitung von Gudrun-Sophie Frommhage-Davar übernommen hatte. Obwohl Tillig nur ein Jahr in Wiedensahl wirkte, hat er einige Projekte angeschoben. „Mir ist wichtig, dass jemand nach Wiedensahl kommt, der diese Projekte weiterführt“, sagt Tillig.

Er war gebeten worden, bei der Suche nach einem Nachfolger mitzuhelfen, sogar an den Bewerbungsgesprächen war er beteiligt. Wie zu hören ist, haben sich 20 Frauen und Männer für den Posten beworben. „Die Bewerbung von Frauke Quurck hat deutlich herausgestochen“, sagt Tillig, „die Entscheidung für sie ist einstimmig gefallen.“ In den beiden letzten April-Wochen wird er noch vor Ort sein, um seine Nachfolgerin einzuarbeiten, dann übernimmt er das Museum Starnberger See in Starnberg.

Hinter der erst vor kurzem eingeführten Dachmarke „Wilhelm Busch Land“, die von der Museumslandschaft getragen wird, stecken alle Aktivitäten, die mit Wiedensahl bekanntestem Bürger zu tun haben. Das sind vor allem das Wilhelm-Busch-Geburtshaus und das Museum Altes Pfarrhaus.

Der kommende Montag, Buschs Geburtstag, wird im Wilhem-Busch-Geburtshaus spätestens mit Quurcks Amtseinführung zum Großkampftag. Am selben Tag öffnet um 18 Uhr die Ausstellung „Klimperkleines Plätzchen – Wilhelm Busch in Wiedensahl“. Sie zeigt Zeichnungen und Gemälde, die ausnahmslos in Wiedensahl entstanden sind und in denen Busch auf Motive aus dem Dorf, seinen Feldern, Wiesen und Wäldern zurückgegriffen hat. „Die wunderbaren Bilder sind ein weiterer Beleg dafür, wie tief Busch in seiner Heimat verwurzelt war – trotz seiner vielen Reisen und des städtischen Trubels in München und Frankfurt“, sagt der scheidende Museumsleiter Tillig.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung wird der Schauspieler Gerd Spiekermann plattdeutsche Schnurren und Geschichten vorlesen und erzählen. Die Veranstaltung ist allerdings seit langem ausverkauft. ab