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Wiedensahl So viel Geschichte steckt hinter dem Martinimarkt in Wiedensahl
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl So viel Geschichte steckt hinter dem Martinimarkt in Wiedensahl
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17:43 13.11.2019
Heraus zum Martinimarkt! Auch in diesem Jahr werden wieder Tausende durch die Budengasse in Wiedensahl flanieren. Quelle: Archivbild
Wiedensahl

Am Donnerstag ist es wieder so weit: Der Martinimarkt zieht Zehntausende nach Wiedensahl. Bis zum späten Nachmittag werden Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren die Hauptstraße bevölkern – wenn das Wetter mitspielt (wonach es aussieht).

Aufbau um 5 Uhr, Eröffnung um 10 Uhr

Ab 5 Uhr weisen Marktmeister Arend Oetker und seine Mannschaft – ein Dutzend entscheidungsstarker Männer und Frauen – die Marktbeschicker auf ihre Plätze, zur Not dirigieren sie sie kurz und knapp um. Um 10 Uhr eröffnet Bürgermeisterin Anneliese Albrecht den Markt, wie immer im Alten Pfarrhaus. Hinterher wird gefrühstückt.

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310 Aussteller drängeln sich nach Auskunft von Oetker am Donnerstag auf dem Kilometer, den der Markt bespielt. „Das ist im Vergleich zu anderen Jahren guter Durchschnitt“, sagt der Marktmeister.

Hinter dem Martinimarkt stecken 187 Jahre Geschichte

Zum Martinimarkt laden die Wiedensahler immer für den Donnerstag jener Woche ein, in der der 10. November liegt. An diesem Tag ist 1483 der Reformator Martin Luther auf die Welt gekommen. Schon seit 1832 wird der Markt in Wiedensahl abgehalten, die Verordnung erließ seinerzeit die Königlich-Großbritannisch-Hannoversche Landdrostei.

Das Papier gilt noch heute, so wie auch der Ruhm desjenigen Wiedensahlers nicht verblasst ist, der im selben Jahr zur Welt kam – Wilhelm Busch.

Darum kommen Tausende Besucher nach Wiedensahl

Der Martinimarkt war immer eng mit der Landwirtschaft verknüpft. Bevor man auf der Hauptstraße lachte, scherzte, tanzte, trank, Vieh kaufte und Vieh verkaufte, musste die Ernte in den Scheuern, das Wintergetreide gesät und das restliche Land sauber umgepflügt sein.

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Bereits in den ersten Jahren kamen mehr als 10.000 Besucher auf den Kram- und Viehmarkt, heute sind es locker dreimal so viele. Der Zustrom geht auf Wiedensahls Lage im Drei-Länder-Eck zurück, gebildet von Preußen, Hannover und Schaumburg-Lippe. Anfangs belegte der Markt 200 Meter, heute sind es 1000 Meter. von Arne Boecker

Galerie: Der Martinimarkt 2018 in Bildern