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Wiedensahl Wiedensahler Museen werden Ende April an Frauke Quurck übergeben
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Wiedensahler Museen werden Ende April an Frauke Quurck übergeben
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22:38 15.04.2019
Frauke Quurck löst Benjamin Tillig ab. Bis Mai werden beide zusammen noch die Museen betreuen. Quelle: bab
Wiedensahl

Bis Ende April werden beide gemeinsam im Dienst sein. Dann wird Tillig, wie berichtet, Buschs Heimatort in Richtung Starnberg verlassen. Die Stellenausschreibung habe sie „sofort neugierig gemacht“, sagt Quurck, die zuletzt bei der DLRG in Bad Nenndorf gearbeitet hatte. „Mir war bewusst: Ich will wieder ins Museum“, sagt die Kunsthistorikerin und Kulturanthropologin, die gebürtig aus Hessen stammt. Dort betreute sie in Hochheim bereits mehrere Museen parallel.

Dass es mit dem Alten Pfarrhaus und dem Busch-Geburtshaus zwei Standorte gibt, sei deshalb interessant. Ein weiterer Grund, sich für den Posten im Flecken zu bewerben, sei die Einbettung des Themas in das Umfeld. „Es hat mich gereizt, mit der Region zu arbeiten.“ Die Abwechslung, die diese Aufgabe mit sich bringe, „ist das, was ich am Museum liebe“, sagt die 34-Jährige, die mit ihrem Partner und ihren Kindern in Riepen lebt.

Moderne Zugänge schaffen

Aus der Gruppe der Bewerber habe sie sich klar abgehoben, meint Tillig. Von den rund 20 Bewerbern sei die Hälfte zum Gespräch eingeladen worden. Quurck habe herausgeragt, „weil sie das Gefühl vermittelt hat, sich mit dem Ort auseinandergesetzt zu haben“, sagt Tillig, „mit der Geschichte und mit den Museen.“ Dass seine Nachfolgerin auch mit Haushaltsplänen solcher Einrichtungen vertraut sei und schon im Museumsverbund gearbeitet hat, war ein weiteres Plus. Zuletzt sei es auch eine Frage der Persönlichkeit gewesen – „jemand, der weiß, was er will“.

Vor allem will sie Ehrenamtliche einbinden, die sich dem Thema Busch verschrieben haben: „Damit die Wiedensahler auch selbst etwas gestalten können.“ Quurck will moderne Zugänge zu Ausstellungen schaffen, was durch Buschs „multimediales Werk total spannend“ sei. Anneliese Albrecht, Leiterin des Trägervereins „Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl“, ist gespannt. „ Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Nachfolgerin haben, die bestimmt neue Ideen mitbringt.“  bab

Buschs Wirken im Geburtsort

Zu Wilhelm Buschs 187. Geburtstag am 15. April hat die „Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl“ eine Ausstellung mit Werken des Dichters und Künstlers eröffnet. „Klimperkleines Plätzchen – Wilhelm Busch in Wiedensahl“ heißt die Präsentation, die Zeichnungen und Gemälde zeigt, die sämtlich in Buschs Geburtsort Wiedensahl entstanden sind und als Motiv auch alle die unmittelbare Umgebung des Marktfleckens zeigen. Dies war die letzte Ausstellungseröffnung, die Museenleiter Benjamin Tillig übernommen hat. „Die Gemälde und Zeichnungen sind wie ein Spaziergang durch das Leben von Wilhelm Busch“, umreißt er die Wirkung der ausgestellten Werke. Betrachter begegneten dabei Geschwistern des Künstlers, Nachbarn und Tieren auf dem Hofe sowie der Natur und Landschaft um den Heimatort des Künstlers. Busch habe sein „Klimperkleines Plätzchen“, in das er sich zum Arbeiten zurückziehen konnte, geliebt. In vielen Briefen beschreibe er seine besondere Beziehung zu seinem Heimatdorf. bab