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Helpsen Auf die andere Seite der Hauptstraße
Schaumburg Nienstädt Helpsen Auf die andere Seite der Hauptstraße
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17:32 26.03.2009
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Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses soll an der Birkenallee neben dem Grundstück Nummer zwei entstehen. Das betreffende Areal ist derzeit nicht bebaut und im Flächennutzungsplan als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen. Damit dort ein Gebäude stehen darf, musste der Samtgemeinderat die 13. Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde beantragen.

Die Formalie wurde einstimmig abgewickelt. Jetzt müssen die Träger öffentlicher Belange Stellung nehmen, dann folgt die Genehmigung. „Den Standort haben wir uns selbst ausgesucht“, sagt Südhorstens Ortsbrandmeister, Thomas Deppmeier. Er liege strategisch günstig und nicht mitten in einem Wohngebiet. Auf dem 4000 bis 5000 Quadratmeter großen Gelände sollen auch Parkplätze und eine Wettkampfbahn angelegtw erden.

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Damit steht die Feuerwehr also vor dem Umzug ins „Oberdorf“ an der anderen Seite der Hauptstraße, denn bisher war sie an der Dorfstraße beheimatet. Im Haushaltsplan 2009 der Samtgemeinde sind 160 000 Euro im Bereich der Baumaßnahmen an Feuerwehrgerätehäusern eingesetzt. Allerdings sind davon auch Ausbesserungen an anderen Gerätehäusern zu bezahlen.

Die Finanzierung des Neubaus in Südhorsten ist auf zwei Jahre verteilt worden – weiteres Geld stellt die Kämmerei also in den 2010er Haushalt ein. Eine Gesamtsumme für den Neubau wurde noch nicht genannt. 140 000 Euro hatte die Empfehlung des Feuerschutzausschusses für den Grundstückskauf und die erste Rate der Bauarbeiten gelautet.

Der Neubau ist nötig, weil die Südhorster Feuerwehr in 2011 ein neues Fahrzeug bekommt. Dieses würde nicht in das jetzige Gerätehaus passen. Außerdem hatte sich der Bauausschuss der Samtgemeinde bei einer Besichtigung in 2008 davon überzeugt, dass auch die Räume für Schulungen verbesserungswürdig sind.

Das Gerätehaus an der Dorfstraße hat schon ein paar Jahrzehnte auf dem sprichwörtlichen Buckel. 1931 wurde das Domizil der 1927 gegründeten Südhorster Ortsfeuerwehr errichtet. Von 1984 bis 1985 erfolgte ein Erweiterungsbau – hauptsächlich in Eigenleistung der Brandschützer, die 4000 Arbeitsstunden investierten. Dabei entstanden auch die Schulungsräume im Obergeschoss.

Ein zusätzlicher Anbau ist nicht möglich, weil die Gehle das Grundstück begrenzt. Eine von Feuerwehrfahrzeugen befahrbare Brücke über das Flüsschen würde allein 80 000 Euro kosten. Wie das bisherige Feuerwehrhaus nach Fertigstellung des Neubaus genutzt wird, ist noch nicht abschließend geklärt worden. gus