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Helpsen Aufregender Abschluss beim Zeltlager der Jugendwehren
Schaumburg Nienstädt Helpsen Aufregender Abschluss beim Zeltlager der Jugendwehren
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20:39 12.07.2019
Jede Wehr führt ein paar Wimpel mit sich, viele sind mit Maskottchen verziert. Quelle: ab
Helpsen

Am Samstag kommen die Kinder nach Hause. Für Teile des Organisationsteams beginnt jedoch das große Abbauen und Aufräumen. Fünf Tage haben 200 Mädchen und Jungen den Sportplatz, der hinter der Helpser IGS liegt, mit Jubel, Gesang und Gekreische gefüllt.

Jede der Jugendwehren – neben den Samtgemeinde-Teilnehmern aus Helpsen, Hespe, Liekwegen und Südhorsten, Stemmen-Levesen und Hespe-Hiddensen gab es Gäste, unter anderem aus Antendorf – bewohnte ein eigenes Zelt. Wie eine schnelle Inspektion ergab, sah deren Inneres am Freitag noch so aus wie am Montag. Auch junge Feuerwehrleute wissen eben, dass Ordnung Leben retten kann.

Stolz tragen die Mädchen und Jungen ihre Jugendflamme-Abzeichen.

Ein wenig müder als zu Beginn des Zeltlagers sahen Anna Sebode und Tim Wolter aus, die als Jugendwarte der Nienstädter Samtgemeindefeuerwehr die Sause federführend organisiert hatten. Es  war die zehnte Veranstaltung dieser Art seit 1992. „Natürlich haben Lagerleben und Programm geschlaucht, aber es war insgesamt doch eine interessante Erfahrung“, sagte Wolter.

Für das Programm hatten sich die Organisatoren von den neun Vorgänger-Zeltlagern inspirieren lassen. Zahlreiche Spiele und Ausflüge hielten die Mädchen und Jungen auf Trab.

„Mr. und Mrs. Zeltlager“ gekürt

So sorgte am Donnerstag eine sehr gut besuchte Show im Hauptzelt für Belustigung, die als „Wahl zu Mr. und Mrs. Zeltlager“ betitelt war. Wie Anna Sebode erzählte, mussten die Teilnehmer einen Catwalk absolvieren, außerdem Klammern an eine Wäscheleine klippen. Damit die Aufgabe nicht so leicht zu lösen war, durften sie die Klammern nur mit dem Mund befestigen.

Weil es in den Wehren nicht viele Mädchen gibt, wurden am Ende nicht „Mr. und Mrs. Zeltlager“ gekürt, sondern „Mr. und Mr. Zeltlager“. Kevin Butzke und Jan-Wilhelm Gallmeier waren bei dem Mehrkampf nicht zu schlagen, beide gehören der Jugendwehr Stemmen-Levesen an.

Am Freitag ging es um die sogenannte Jugendflamme 2. Die Auszeichnung bekommen die Teilnehmer für das Lösen theoretischer und praktischer Aufgaben aus dem Feuerwehrwesen. „Man muss unter anderem einen improvisierten Wasserwerfer bauen und vorführen, wie man im Straßenverkehr absichert“, erklärte Jugendwartin Sebode.

Zur Bilanz, die Sebode und Wolter am Freitag zogen, gehört auch eine Zahl, die die Größe der Veranstaltung belegt. 1836 Rollen Klopapier haben die Teilnehmer verbraucht, „Stand Donnerstagnachmittag“, wie Wolter anmerkt. Während die Organisatoren wohl ausschlafen werden, bleibt für Herbert Presser aus Hespe, Mitarbeiter des Zeltlager-Bauhofs, noch eine Menge zu tun. „Bis Mittwoch müssen alle Aufbauten verschwunden sein, die wir auf den Helpser Sportplatz gestellt haben“, sagte er.  ab