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Helpsen Bekommt Helpsen eine Verkehrsinsel?
Schaumburg Nienstädt Helpsen Bekommt Helpsen eine Verkehrsinsel?
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13:10 13.10.2019
Die Senke der K 18 in Südhosten ist bei Hochwasser überflutet. Dort soll laut Plan die Mittelinsel installiert werden. Quelle: pr.
Helpsen

Die Gemeinde Helpsen hat sich bei der letzten Bauausschusssitzung einen Sachstandsbericht zur Bauplanung an der Kreisstraße zwischen Kirchhorsten und Südhorsten geben lassen. Jens Homburg von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, hat dabei unterschiedliche Bauwerke zur Verkehrsberuhigung vorgestellt und verglichen. Es geht der Gemeinde darum, dass der Verkehr am Kreuzungsbereich zur Dorfstraße und Birkenallee entschärft wird. Laut Homburg sind Kreisel an der Stelle ungeeignet.

Nun steht in Helpsen die Entscheidung an, ob stattdessen eine Mittelinsel an der Stelle installiert werden soll. Der Rat werde darüber bei seiner nächsten Sitzung am 22. Oktober beraten, kündigt Gemeindedirektor Ditmar Köritz an. Er hält eine sogenannte Querungshilfe an der Stelle für „sinnvoll und notwendig“.

Verschwenkung ändert nichts an erhöhter Geschwindigkeit

Ratsfrau und Südhorsterin Martina Lohmann (CDU), die einen Kreisverkehr an besagter Stelle vorgeschlagen hatte, sieht das allerdings anders. „Messungen haben ergeben, dass 87 Prozent der Fahrzeuge da über 70 fahren. Eine Verschwenkung würde daran nichts ändern“, glaubt Lohmann, dass die Raserei am Ortseingang dadurch nicht aufhört, weil gleichzeitig die Fahrbahn verbreitert werden müsste, um die Mittelinsel einzubauen. 

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Beruhigung soll auch dadurch kommen, dass die Busse später nicht in Buchten, sondern auf der Straße halten. Die nachfolgenden Autos müssten warten, bis die Schüler sicher abtransportiert werden. Dies lässt Lohmann nicht gelten, weil es nur zehn Busse am Tag gebe. Ein weiteres Manko sei, dass die Verkehrsinsel im Überschwemmungsgebiet der Gehle liegen würde, wie sie mit einem Foto vom letzten Hochwasser veranschaulicht.

Unnütze Geldausgabe?

Die direkten Anlieger glauben zudem, dass es Probleme mit ihren Hofeinfahrten geben könnte. Eine andere Anwohnerin spricht Lohmann aus der Seele: „Dann lieber gar nichts, als eine Verkehrsinsel, das wird nichts bringen.“ Und eine unnütze Geldausgabe wäre es auch, so Lohmann. von Babette Jakobs