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Helpsen Katzen aus Messie-Wohnung in Helpsen geretettet: Jetzt wird renoviert
Schaumburg Nienstädt Helpsen Katzen aus Messie-Wohnung in Helpsen geretettet: Jetzt wird renoviert
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20:37 16.10.2019
In diesem Helpser Haus mussten zahlreiche Katzen leiden, weil eine Bewohnerin mit ihrer Versorgung – schon mit der Fütterung – völlig überfordert war. Quelle: Roger Grabowski
Helpsen

Mit einer Menge Zahlen musste sich der Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Nienstädt jetzt abplagen. Um den „Soll-Ist-Abgleich im Wasserleitungbau 2019“ ging es und um einen „Nachtrags-Vermögensplan“. Mittendrin blitzte allerdings das wahre, manchmal schreckliche Leben auf, unter dem harmlos klingenden Tagesordnungspunkt „Sanierung von Mietobjekten“.

Auch tote Tiere tauchen in der Wohnung auf

Es ging um ein Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeindeverwaltung. Das Haus gehört der Samtgemeinde Nienstädt. Anfang Juni war es in die Schlagzeilen geraten, weil eine Frau ihre Dachgeschosswohnung hatte verwahrlosen lassen.

Inmitten des Mülls lebten acht Katzen, haarlos, abgemagert, flohverseucht, fast alle mit schlimmsten Verletzungen.

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Kreisveterinär Ulf Güber und seine Helfer hatten Ganzkörper-Overalls anlegen müssen, um in die Messie-Wohnung vorzudringen. Unter einem Bett fand der Veterinär-Trupp Katzen-Kadaver und mumifizierte Tiere.

Mieterin darf keine Tiere mehr halten

Die Bewohnerin wurde im selben Haus untergebracht. Das ist auch der heutige Stand, wie Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz im Werksausschuss sagte. Die „Komplettsanierung“ werde 63.000 Euro teuer.

Die Problem-Mieterin hat eingewilligt, dass die Samtgemeinde regelmäßig nachschauen darf, wie es in ihrer neuen Wohnung aussieht. Katzen oder andere Tiere werden die Besucher nicht finden. Sowohl das Veterinäramt als auch die Samtgemeinde haben jedwede Haltung untersagt. von Arne Boecker

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