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Helpsen Rollender Zoo besucht Altenheim und Kindergarten in Helpsen
Schaumburg Nienstädt Helpsen Rollender Zoo besucht Altenheim und Kindergarten in Helpsen
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07:31 26.07.2019
Uiiiiii, ob man den wirklich anfassen kann? Sowohl die Senioren als auch die Kinder müssen sich ein bisschen überwinden. Quelle: bor
Helpsen

Bewohner des Kreisaltenzentrums Helpsen sowie Mädchen und Jungen des Kindergartens Bergkrug haben Kaiman, Stinktier und Co. jetzt aus der Nähe betrachten und kennenlernen dürfen. 

Die Streichelstunde mit allerlei exotischem Getier ermöglichte der Besuch des „Rollenden Zoos“ von Martin Tränkler.

Einmal Schnappi streicheln

„Wer will, darf gleich bei Schnappi einmal den Kopf ins Maul stecken“, bot Tränkler gut gelaunt an. Angesichts der mit spitzen Zähnen gespickten Kiefer des kleinen Brillenkaimans bekamen einige der Kinder bei diesem Vorschlag große Augen.

Das Kunststück, den Schädel im Maul des Krokodils aus Südamerika zu platzieren, fiel also dann doch aus. Dafür brach Tränkler mit Schnappi im Arm zum Rundgang durch die Reihen auf. Senioren ebenso wie die jungen Besucher durften den steinharten Panzer des Reptils streicheln. Nach gleichem Schema stellte Tränkler eine ganze Reihe von Tieren vor. So kündigte er „acht Beine und ganz viele Haare“ an, um anschließend zwei Alpakas an der Leine aus dem großen Anhänger zu führen.

Tolle Abwechslung für alle

„Spinnen nehme ich nicht mehr, die gehen beim Streicheln immer kaputt“, fügte er hinzu. Nach kurzer Darstellung einiger Fakten über die Tiere aus der Gattung der Lamas ging es auch mit ihnen ins Publikum. Weitere Tiere wie die Riesenschlange „Willi, der Würger“, der Skunk „Coco Chanel“, Schildkröten und ein Ziegenbock kamen so zu Auftritten.

Für die Bewohner des Kreisaltenzentrums sei die Begegnung mit den Tieren ein freudiges, höchst willkommenes Ereignis, erklärte Pflegedienstleiterin Kerstin Lutter. Dies gelte gerade für die an Demenz erkrankten Senioren, die beim engen Kontakt geradezu auftauen würden. Mit der Kita bestehe eine Kooperation namens „Generationenbrücke“, die unter anderem die Kinder zu regelmäßigen Besuchen ins Kreisaltenzentrum führe. „Davon profitieren beide Seiten“, hielt Pflegedienstleiterin Lutter fest.

Von Bastian Borchers