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Helpsen Schutz vor „virtuellem Mobbing“ und Leichtsinn
Schaumburg Nienstädt Helpsen Schutz vor „virtuellem Mobbing“ und Leichtsinn
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15:19 17.04.2009

In der heutigen Gesellschaft kommt es zu der kuriosen Situation, dass Kinder und Jugendliche in einem nicht unwesentlichen Teilbereich weit mehr Kenntnis besitzen als viele Eltern. Gemeint ist das Internet. Welcher Erwachsene weiß schon genau Bescheid, was sich hinter Foren wie „SchülerVZ“, „flickr“ und „Youtube“ verbirgt. Und wo die Gefahren solcher Internetseiten liegen?

Der Schulelternrat der Haupt- und Realschule Helpsen hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit einen Informationsabend für Eltern organisiert. Das Thema lautet „Was Sie über Kinder und Jugendliche im Internet wissen sollten“. Es referiert Moritz Becker, Mitarbeiter von „smiley e.V“, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Hildesheim und Dozent der Landesmedienanstalt.

Kaum ein Internetportal hat sich in so kurzer Zeit so großer Beliebtheit erfreuen können wie „SchülerVZ“. Während sich Schüler die vielseitigen Darstellungs- und Kommunikationsmöglichkeiten aneignen, wächst die Sorge über leichtsinnige Angaben persönlicher Daten und Fotos. „Virtuellem Mobbing“ – sowohl gegen Schüler als auch gegen Lehrer – ist unlängst Dauerthema in den Medien gewesen.

„Über die Diskussion von Persönlichkeitsrechten hinaus muss thematisiert werden, wie man sich grundsätzlich selbstbewusst, kompetent und somit sicher in virtuellen Welten bewegt“, schreibt der Schulelternrat in einer Ankündigung. Das schließe außer Plattformen wie „SchülerVZ“ auch die Rolle von Persönlichkeitsrechten beim Umgang mit Videoportalen wie „Youtube“ und natürlich auch die Chancen und Risiken bei der Nutzung von ICQ (lautsprachlich von „I seek you“, was so viel heißt wie „Ich suche Dich“) mit ein.

Die Forderungen an Eltern, ihre Kinder beim „Großwerden im Internet“ zu begleiten, klinge einfacher, als die Praxis sei. Am 22. April werde deshalb grundsätzlich erläutert, warum Kinder und Jugendliche das Internet lieben, wo die Risiken und Gefahren liegen und welche Rolle Eltern bei der Medienerziehung spielen können.

Der Referent steht nach einer etwa 70-minütigen Vorstellung der Internet-Nutzungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen für Nachfragen zur Verfügung. gus

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