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Helpsen Verkehrsberuhigung soll her
Schaumburg Nienstädt Helpsen Verkehrsberuhigung soll her
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18:20 04.05.2017
SÜDHORSTEN

Die Gemeinde Helpsen hatte Lothar Zacharias vom gleichnamigen Planungsbüro als Referent eingeladen. Er hatte im Auftrag der Kommune eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt und unterschiedliche Optionen zur Verkehrsberuhigung geprüft.

Gespaltenes Meinungsbild

 Rund 40 Bürger waren zum Infoabend in den Sportpark gekommen und trugen mit Fragen und Meinungen zur Diskussion bei. Ebenso wie sich der Gemeinderat seit 2015 bei diesem Thema nicht einig wird, war auch das Meinungsbild der Bürger gespalten. Die Mehrheit der Besucher befürwortete allerdings die Empfehlung von Zacharias. Seiner Meinung nach wäre ein Paket aus drei Maßnahmen am sinnvollsten: Am nördlichen Ortseingang eine Verschwenkung der Fahrbahn, in der Ortsdurchfahrt Schutzstreifen für Radfahrer und im Süden ein Kreisel mit Fußgängerüberwegen an allen vier Armen.

"Bilderbuchlösung" Kreisel

 Bernd Hugo vom Amt für Kreisstraßen bezeichnete das als „Bilderbuchlösung“. Auf die Frage der Bürger nach den Kosten gab er zu bedenken, dass die Maßnahme wohl mindestens 500000 Euro kosten würde und es zweifelhaft sei, ob die Gemeinde die erhofften 30 Prozent Förderung erhält. Uta Weiner-Kohl von der Landesbehörde aus Hameln zweifelte an, dass die Begründung der überhöhten Geschwindigkeit allein als Argument reichen würde.

 „Was kosten die Alternativen?“, wollten die Bürger wissen. Eine Verschwenkung der Fahrbahn koste rund 100000 Euro, so Zacharias. Diese Lösung hält er für weniger sinnvoll, da die Geschwindigkeit im Vergleich zum Kreisel nur leicht gebremst werde und zudem keine Querung für Fußgänger vorhanden wäre. Die Radschutztreifen kosten etwa 10000 Euro. Bei dieser Variante wäre Parken am Straßenrand nicht mehr erlaubt, was für einige Anlieger offenbar ein Problem darstellt.

Verkehrsberuhigung muss her

 Dass an der Stelle etwas geschehen muss, um die Raser zu bremsen, scheint allen klar zu sein. Die Art der Verkehrsberuhigung spaltet Bürger wie Politiker. Während die einen von Beinahunfällen und Gefahrensituationen für Kinder sprachen, pochen andere auf das Verhältnis von Notwendigkeit und Kosten.

Entscheidung in Kürze

 Wie geht es weiter? Nach Angaben von Bürgermeister Manfred Kesselring soll es bald eine Ratssitzung geben, in der erneut darüber beraten und schließlich entschieden werden soll. Er selbst sei noch nicht festgelegt, sondern „offen in alle Richtungen“. Zu den seit langem angekündigten Tempo-Messtafeln sagte er: Diese seien angeschafft worden und sollten „zeitnah“ aufgestellt werden. kil