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Hespe Kommentar zur Rückkehr Werner Vehlings in die Hesper Ortspolitik: Das falsche Signal
Schaumburg Nienstädt Hespe Kommentar zur Rückkehr Werner Vehlings in die Hesper Ortspolitik: Das falsche Signal
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21:40 27.08.2019
Quelle: Archiv
Hespe

In Hespe liegt derzeit kein Stein auf dem anderen. Ausgelöst hat das Durcheinander der Rücktritt der SPD-Vorzeigefrau Daniela Möhlenbrock, die im Streit mit dem Parteiestablishment aufgab. Werner Vehling übernahm alle Ämter. Er feiert am heutigen Mittwoch seinen 78. Geburtstag.

Wie eingerostet die SPD nach Jahrzehnten an der Macht ist, belegte die letzte Versammlung des Ortsvereins. Die mehrheitlich älteren Männer empörten sich, dass viele Bürger es zur Europawahl gewagt hatten, ihr Kreuz bei den Grünen zu machen. Anstatt über das Dorfentwicklungsprogramm zu diskutieren, lauschte die Truppe einem längelangen Vortrag über die Aufbaujahre der DDR; dazu reichte der Referent sein SED-Parteibuch herum.

Auch im Rat sprachen die Kommunalpolitiker gerade mal fünf Minuten über die Dorfentwicklung, um dann eine halbe Stunde auf diese Zeitung zu schimpfen. Das ist zwar ihr gutes Recht, bringt das Dorf aber nicht voran. Hespes SPD wohnt derzeit hinter dem Mond.

Nun soll es mit dem Polit-Rentner Werner Vehling zurück in die Zukunft gehen. Jeder in Hespe weiß um Vehlings enorme Verdienste, aber 2019 ist nun mal nicht mehr 1979 oder 1989 oder 1999. Nicht nur in Hespe gilt: Junge Leute müssen ran! Vielen Räten täte es auch gut, wenn mehr Frauen mitmischten. Indem Hespes SPD Werner Vehling in die erste Reihe zurückholt, setzt sie das falsche Signal. Von Arne Boecker