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Hespe Sozialverband: Aus zwei mach eins
Schaumburg Nienstädt Hespe Sozialverband: Aus zwei mach eins
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18:44 20.06.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Hespe

Herbert Presser ließ jetzt auf der Fusions-Versammlung im Hotel Bad Hiddenserborn die ungewohnt turbulenten vergangenen Monate Revue passieren. Anlass für die Überlegung, die beiden Ortsvereine zusammenzulegen, war gewesen, dass sich in Bergkrug kein Vorsitzender mehr fand. Um den Bergkrugern aus der Bredouille zu helfen, sprang Presser als Vorsitzender ein. „Ich musste das machen, sonst wäre der Ortverband vor die Hunde gegangen“, sagte Presser.

Hespe-Hiddensen und Bergkrug: Dass ein Doppelvorsitz möglich ist, hatte er mit dem Landesverband abgestimmt. Vor zwei Monaten legte Presser den zusätzlichen Posten dann jedoch nieder, weil es persönliche Unverträglichkeiten mit einem Bergkruger Vorstandsmitglied gibt. „Ich fühlte mich auf den Arm genommen“, deutete Presser an.

Federführung von Hespe-Hiddensen

Jetzt taten sich die beiden Ortsverbände also zusammen. Der Beschluss wurde von den etwa 30 Mitgliedern, die in Hiddenserborn erschienen waren, einstimmig gefasst, die Versammlung dauerte nur eine gute halbe Stunde. „Die Verschmelzung geschieht unter der Federführung von Hespe-Hiddensen“, sagte Presser. Der Ortsverband Hespe-Hiddensen hat derzeit 230, Bergkrug 124 Mitglieder. Den Vorstand des neuen, „Hespe-Bergkrug“ titulierten Ortsverbands bildet – mit Herbert Presser an der Spitze – der alte Vorstand aus Hespe-Hiddensen. Drei Mitglieder des früheren Bergkruger Vorstands werden jedoch beratend an den Sitzungen teilnehmen. Diese Konstruktion gilt bis zur nächsten regulären Wahl.

Trotz einiger Todesfälle, die dem Durchschnittsalter der Mitgliedschaft geschuldet sind, verzeichnet der Sozialverband Deutschland in der Region West, zu der Hespe und Bergkrug zählen, steigende Mitgliedszahlen, wie Presser stolz vermelden konnte. Die geselligen Unternehmungen seien es offensichtlich, die Menschen in den Sozialverband brächten, sagte Presser. Hans-Dieter Brand, neuer Kreisvorsitzender des Sozialverbands, bestätigte in seinem Grußwort, „dass der Zeitgeist auch an uns nicht vorüberzieht“. Deswegen sei „wichtig, dass es mit uns als Sozialverband grundsätzlich weitergeht“.

Von Arne Boecker